Bildung

Hausburgschule in Friedrichshain bekommt neue Schaukel

Die Hausburgschule hat endlich eine neue Riesenschaukel – möglich wurde sie durch einen privaten Sponsor.

Schaukel an der Hausburg Grundschule 

Schaukel an der Hausburg Grundschule 

Foto: Privat

Kaum war die lang ersehnte Schaukel auf dem Schulhof, schon sprangen die ersten Kinder auf die dicken Taue. „Diese Schaukel fördert das Gleichgewicht“, sagt Co-Rektorin Kati Künne. Für die Grundschüler der Hausburgschule ist das besonders wichtig – denn damit der Kopf im Unterricht beim Lernen gut mitmacht, muss in den Pausen die Motorik richtig zum Zuge kommen. Bewegung, Bewegung, Bewegung.

Die war allerdings in dieser Grundschule in Friedrichshain, die eine bilinguale Europaschule ist, in der Deutsch-Spanisch unterrichtet wird, in den letzten Jahren eher beschränkt. Denn die Hausburgschule, deren Hauptgebäude von 1910 stammt, wird seit Jahren während des laufenden Betriebs saniert und ausgebaut. So wurden Container aufgestellt, um flott weitere Klassenzimmer zu schaffen; der Druck auf die Schulplätze ist hoch. Dazu allerlei Baugerät. All das geht auch auf Kosten der Freiflächen für die Hofpause – irgendwann waren auch die Schaukeln der Kinder weg. Um so schöner, dass nun wieder eine Schaukelanlage auf dem Schulhof steht.

15.000 Euro von einem privaten Sponsor für die Schule

Möglich wurde das durch einen privaten Sponsor. Guido Alt, von der Kommunikations-Firma „Alt & Kramer“, spendete 15.000 Euro an die Schule. Es war das „Weihnachtsgeschenk“ 2019 an die Kunden; statt womöglich hübsche, aber wenig nachhaltige kleine Präsente an diese zu verschicken, taten nun alle etwas Gutes für die Schule – dabei hat Alt keine Kinder dort oder andere Verbindungen dahin. „Er ist einfach am Kiez interessiert“, sagt Ulrike Grubitzsch, eine Elternsprecherin der Hausburgschule. Eine Schule ist in einem Viertel eine ganz wichtige Verwurzelung.

Dass es mit der Schaukel eine Weile gedauert hat, bis sie dann wirklich stand, lag auch daran, dass der Bezirk weiteres Geld für die neue Spielplatzanlage dazugegeben hat. Es ist also eine Mischfinanzierung; was die öffentliche Hand freut, andererseits aber die Bezirksverwaltung auch so ein bisschen durcheinander brachte. Eigentlich ist man Engagement von „schulfremden Personen“ nicht gewohnt. Man blieb deshalb anfangs ein bisschen misstrauisch: „Hinsichtlich der getätigten Spende bitte ich Sie um Auskunft, inwiefern diese an andere und dem Bezirk bislang unbekannte Bedingungen geknüpft ist“, heißt es in einem Schreiben des Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg. Eine Weile dümpelte der Vorgang in Behördenablagen vor sich hin.

Der öffentliche Spielplatz im Hausburgpark wird noch von drei Kitas benutzt

Doch nun ist die Schaukel da und wird fleißig benutzt. Eine Entlastung – auch für den öffentlichen Raum. Bislang stand nämlich der Ausweichspielplatz der Schule, wo die Kinder sich mal austoben konnten, im Hausburgpark direkt gegenüber. Dieser Spielplatz wird aber auch von drei Kitas mit teilweise sehr kleinen Kindern benutzt. Man sieht – der Druck ist da. Friedrichshain könnte noch viel mehr Schaukeln gebrauchen.