Markierungsarbeiten

Drei Kilometer Fahrradstraße für Friedrichshain

Fahrradfahrer bekommen jetzt einen „Schleichweg“ zwischen Friedrichshain und Mitte.

Wo so ausgeschildert ist, haben Räder Vorfahrt gegenüber einmündenden Straßen.

Wo so ausgeschildert ist, haben Räder Vorfahrt gegenüber einmündenden Straßen.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Berlin. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg treibt die Stärkung des Radverkehrs weiter voran. Nun müssen sich die Autofahrer im Raum nördlich von Karl-Marx- und Frankfurter Allee auf das Vorrecht von Fahrradfahrern einstellen. Bis Ende des kommenden Monats wird eine drei Kilometer lange Strecke entsprechend ausgebaut.

Der Weg führt von der Palisadenstraße über den Weidenweg bis zur Rigaer Straße. Er verläuft zwischen Lichtenberger Straße im Westen und dem S-Bahnhof Frankfurter Allee im Osten. Das Bezirksamt sieht die Strecke als Alternative zu Frankfurter und Karl-Marx-Allee. Zudem stelle sie für jene, die von auswärts kommen, eine günstige Radverbindung vom S-Bahnhof Frankfurter Allee in Richtung Mitte und Prenzlauer Berg dar.

Autofahrer dürfen nicht drängeln

Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) bekräftigte ein Credo, das im Bezirk zuletzt für Pop-up-Radwege und eine Fahrradstraße ab Südstern sorgte: Wer mit dem Fahrrad unterwegs sei, tue etwas für den Klimaschutz. Auch deshalb brauche Berlin mehr fahrradfreundliche Straßen. „Wir schaffen mehr Verkehrssicherheit für Radfahrende und folgen damit den Zielen des Berliner Mobilitätsgesetzes“, sagte Herrmann.

In einer sogenannten Fahrrad-Vorrangstraße sind 30 Stundenkilometer erlaubt, die Durchfahrt für Nicht-Anlieger ist verboten. Autofahrer dürfen nicht drängeln und müssen beim Überholen einen Seitenabstand von 1,50 Meter einhalten. Ist das Überholen nicht möglich ist, müssen sie auf eine passende Gelegenheit warten. Radfahrer dürfen nebeneinander fahren und haben Vorfahrt gegenüber einmündenden Straßen.

Die neue Ost-West-Strecke wird zunächst provisorisch beschildert, um zu sehen, wie sie angenommen wird und wo Verbesserungen nötig sind. Markiert wird nun wochentags zwischen sieben und 16 Uhr. Die Straßen sind dafür abschnittweise teilgesperrt.