Bike-In

Berliner McDonald’s eröffnet McDrive für Fahrradfahrer

Bisher gab es den McDrive nur für Autofahrer. Viele Biker beschwerten sich. Nun reagiert McDonald’s mit „Bike-Ins“ für Radfahrer.

Mit der App wird das Menü ausgewählt und dann am Pickup-Punkt bargeldlos bezahlt.

Mit der App wird das Menü ausgewählt und dann am Pickup-Punkt bargeldlos bezahlt.

Foto: McDonald's Deutschland

Berlin. Wenn der plötzliche Hunger auf Fast Food kam, mussten Fahrradfahrer bisher absteigen und sich in einer McDonald’s Filiale am Schalter Burger und Pommes besorgen. Das Bestellen im McDrive blieb ihnen wegen amtlicher Auflagen verwehrt. Das soll nun anders werden. „Mit dem Test eines Bike-In wollen wir eine Lösung für diesen lang gehegten Gästewunsch bieten.“, erklärt Eva Rössler, designierte Unternehmenssprecherin McDonald’s Deutschland.

Am Dienstag, 25. August, startet in drei deutschen Städten der Testbetrieb mit diesen sogenannten Bike-Ins. Neben München und Köln ist auch Berlin dabei. In der Filiale an der Wrangelstraße 35 in Kreuzberg können Fahrradfahrer das neue Angebot ausprobieren. Die Testphase soll laut McDonald’s zunächst bis Ende Oktober laufen. Danach werde das Unternehmen entscheiden, ob das Angebot auf ganz Deutschland ausgeweitet wird.

Der Bestellvorgang soll laut dem Unternehmen ganz einfach sein. Mit der McDonald’s-App kann das Wunschmenü ausgewählt werden. Dann steuert der Radfahrer einen sogenannten Pickup-Punkt auf dem McDonald’s-Parkplatz an, wo er per Kreditkarte zahlen und sein Menü in Empfang nehmen kann. Dieses kann er dann entweder mitnehmen oder aber an Ort und Stelle an eigens aufgestellten Radler-Tischen verzehren. Den gesamten Ablauf kann sich der Nutzer hier noch einmal in einem Video ansehen.

McDonald’s will mit den Bike-Ins natürlich auch vom aktuellen Fahrrad-Boom in den Großstädten profitieren. Gerade Berlin scheint mit seinen Pop-Up-Radwegen für dieses Projekt prädestiniert zu sein. Und natürlich lässt sich das Image des Unternehmens, das zuletzt sogar auf vegane Burger setzte, mit einem Drive-In für das ökologisch korrekte Fahrrad trefflich aufpolieren. „Bis 2030 wollen wir die CO2-Emissionen unserer Restaurants und Verwaltungen weltweit um 36 Prozent im Vergleich zu 2015 reduzieren und die CO2-Emissionen pro Tonne Produkt um 31 Prozent. Da möchten wir Menschen, die klimafreundlich Fahrrad fahren, natürlich nicht ausbremsen, sondern unterstützen“, sagt Unternehmenssprecherin Eva Rössler.