Organisierte Kriminalität

Clankriminalität auch ein Fall für Kreuzberger Ordnungsamt

Bei Einsätzen mit Polizei und Zoll sind auch die Bezirksamtmitarbeiter in Friedrichshain-Kreuzberg gefragt.

Stadtrat Andy Hehmke (SPD) ist unter anderem zuständig für das Ordnungsamt.

Stadtrat Andy Hehmke (SPD) ist unter anderem zuständig für das Ordnungsamt.

Foto: Patrick Goldstein

Berlin.  Der für das Ordnungsamt zuständige Stadtrat Andy Hehmke (SPD) hat erklärt, dass auch in Friedrichshain-Kreuzberg eine regelmäßige Einbindung des Bezirksamts in den Kampf gegen Clankriminalität stattfindet. So gebe es im Bezirk, gemäß Absprache im Rat der Bürgermeister, eine Ansprechperson für Verbundeinsätze.

Das Ordnungsamt werde in Einsätze mit Polizei, Zoll und weiteren Behörden einbezogen, insbesondere wenn es um Gewerbe gehe. Es kümmere sich bei diesen sogenannten Verbundeinsätzen etwa um gewerberechtliche und jugendschutzrechtliche Verstöße. Laut Hehmke sei beabsichtigt, das Personal im Ordnungsamt zu verstärken, um für Verbundeinsätze besser aufgestellt zu sein.

382 Einsätze gegen Clankriminalität

Berliner Bezirksämter organisieren sich zunehmend gegen Clankriminalität. In Neukölln gibt es seit 2018 einen „Beauftragten für öffentliche Sicherheit und Ordnung“. Seine Aufgabe ist es, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden, beispielsweise Polizeiabschnitten, Staatsanwaltschaft, Zoll und Finanzbehörden abzustimmen.

In Spandau wurde eine Beauftragte für Clankriminalität benannt. In Mitte liegt das Thema in der Zuständigkeit des Ordnungsamtsleiters. Berlinweit gab es 2019 im Zusammenhang mit der Bekämpfung der „Kriminalität von Angehörigen ethnisch abgeschotteter Strukturen“, wie die Clankriminalität offiziell bezeichnet wird, 382 Einsätze. 104 davon im Verbund mit anderen Behörden.