Verkehr

Sperrung droht: Dach des Ostbahnhofs hält Sturm nicht stand

Der Ostbahnhof müsste bei einer extremen Wettersituation gesperrt werden. Die sturmanfällige Dachkonstruktion wird ab Frühjahr saniert.

Der Ostbahnhof muss bei extremen Wettersituationen geschlossen werden, weil das Dach einem Sturm nicht standhalten würde.

Der Ostbahnhof muss bei extremen Wettersituationen geschlossen werden, weil das Dach einem Sturm nicht standhalten würde.

Foto: pa

Berlin. Am Berliner Ostbahnhof besteht zurzeit das Risiko einer Sperrung: Laut eines Bahnsprechers müsste der Bahnhof bei extremen Wettersituation wie starkem Schneefall oder Sturm als Vorsichtsmaßnahme geschlossen werden. Das hieße, dass auch keine Züge den Bahnhof passieren dürften.

Ostbahnhof: Dach muss saniert werden

Grund dafür ist die rund 100 Jahre alte Hallendachkonstruktion, die ab Frühjahr 2020 bis voraussichtlich 2025 für rund 70 Millionen Euro umfassend saniert wird. Als bauvorbereitende Maßnahme werden zurzeit lastabtragende Stützen eingebaut, die auch das aktuelle Statik-Problem des Daches lösen. Das Risiko einer Sperrung besteht also nur bis zum Beginn der Sanierungsarbeiten. Zuerst berichtete die Berliner Zeitung.

Fest stehe außerdem: Der Ostbahnhof ist sicher. „Die Sicherheit der Kunden hat für die Deutsche Bahn absoluten Vorrang“, beteuert der Bahnsprecher. Ein Monitoringsystem kontrolliere die Dachkonstruktion rund um die Uhr und eine Einsatzbereitschaft zur Räumung stehe immer bereit.

Im Fall der Sperrung des Ostbahnhofs wird ein Notverkehr eingerichtet

Für den Fall einer vorübergehenden Sperrung würde unter Umständen ein Notverkehr eingerichtet werden, Pläne dafür lägen laut des Bahnsprechers „in der Schublade“. Eine Sperrung würde zwar nur so kurz wie nötig andauern, sollte der Bahnverkehr allerdings für einen Tag lahmgelegt werden, wären rund 100.000 Fahrgäste davon betroffen. Eine tatsächliche Evakuierung hält der Sprecher der Bahn allerdings für sehr unwahrscheinlich.