UCI Kino

270-Grad-Kino startet in Berlin - "Jumanji" optimiert

Im UCI-Kino am Mercedes-Benz-Platz wird erstmals eine 270-Grad-Technologie eingesetzt. „Jumanji“ wurde eigens dafür optimiert.

Als Zuschauer mittendrin in Film-Abenteuer dabei: Eine Szene aus dem Film "Jumanji" in der neuen 270-Grad-Technologie

Als Zuschauer mittendrin in Film-Abenteuer dabei: Eine Szene aus dem Film "Jumanji" in der neuen 270-Grad-Technologie

Foto: UCI Multiplex GmbH

Friedrichshain.  Das UCI-Kino am Mercedes Platz in Friedrichshain wartet jetzt mit einer neuen Technologie auf. Statt Filmschauen nur geradeaus nach vorne, gibt es dort nun ScreenX. Bei dem Multi-Projektionssystem werden drei Leinwände gleichzeitig bespielt und dem Zuschauer damit ein 270-Grad-Filmerlebnis vermittelt.

Der ScreenX-Kinosaal im UCI Luxe ist der erste in Deutschland mit dieser Technologie und hat am Donnerstag zum Start des neuen „Jumanji“-Blockbusters eröffnet. Für den Film wurden Sequenzen speziell für das ScreenX-Format optimiert. Als besonderes Highlight verbindet sich im neuen Kino das Film-Format auch mit speziellen Sesseln mit verstellbaren Fuß- und Rückenlehnen.

Zuschauer wird stärker in die Handlung involviert

„Im Gegensatz zum Imax-Kino, das sich durch spezielle dreidimensionale Effekte auszeichnet, die zum Teil auch mit 3-D-Brillen erzeugt werden, werden die Filme bei ScreenX zweidimensional gezeigt“, erklärt Nadine Breuer, Sprecherin der UCI Multiplex GmbH. Die besonderen Effekte bei ScreenX werden erzielt, weil die klassische Leinwand an der Front des Saals mit zwei Seitenleinwänden erweitert wird. Damit öffnet sich der Raum, die Zuschauer blicken über den Rand hinaus nach rechts und links und befinden sich im Zentrum eines sich ausdehnenden Leinwandgeschehens mit einem einzigartigen Panorama. „Der Kinogast wird so noch mehr in die Handlung des Films involviert und hineingezogen“, verspricht Breuer.

Technologie auch für Sportevents interessant

Breuer zufolge sei die Technologie interessant für eine Vielzahl von Genres. Auch für Events wie Opern-, Konzert- und Sportübertragungen oder auch das Vorprogramm eröffnet die 270-Grad-Darstellung neue Möglichkeiten. Entwickelt hat das Format die koreanische CJ Group. In Asien, den USA, Frankreich und der Schweiz ist es bereits im Einsatz.

Trailer-Link für einen Eindruck

CineStar am Potsdamer Platz schließt zum Jahresende

Wie bereits berichtet, wird das Kino CineStar im Sony-Center am Potsdamer Platz zum Jahresende schließen, weil es keine Einigung beim Mietvertrag gab. Obwohl der Kinokomplex gut besucht gewesen sei, sei er wegen der hohen Miete immer defizitär gewesen, sagte CineStar-Geschäftsführer Oliver Fock. Mit der Schließung der Cinestar-Kinos verliert Berlin zum Jahresende auch sein letztes IMAX-Kino.

Oxford Properties als Eigentümer des Sony Centers bestätigte unterdessen, dass man sich bemühe, das Sony-Center als einen bedeutenden Kinostandort in Berlin zu erhalten und bereits Gespräche mit mehreren Interessenten für die Immobilie führe. Ein neuer Kinobetreiber müsste allerdings von null anfangen, da Cinestar auch die gesamte Einrichtung aus dem Räumen mitnimmt.

Berlinale sucht nach Ersatz-Kinosälen

Auch für die Berlinale im Februar fallen mit der Schließung des CineStar acht Kinosäle weg. Die Geschäftsführerin der Berlinale, Mariette Rissenbeek, sieht darin allerdings kein Problem. „Wir haben glücklicherweise viele Möglichkeiten hier in der Stadt, und es sind auch viele Kinos an einer Zusammenarbeit interessiert“, sagte Rissenbeek. Die Berlinale habe genügend Ausweichmöglichkeiten. Das Publikum werde die fehlenenden Kinosäle am Potsdamer Platz gar nicht bemerken.