Kreuzberg

Markthalle Neun: Anwohner beschweren sich über Lärm

Erste Ergebnisse des Dialogverfahrens: Anwohnern geht es nicht um Aldi, sondern um Verkehr und Lärm rund um die Markthalle Neun.

Das wünschen sich Anwohner: Eine Markthalle für alle.

Das wünschen sich Anwohner: Eine Markthalle für alle.

Foto: Patrick Goldstein

Berlin. In Sachen Zukunft der Markthalle Neun in Kreuzberg hat Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) in der Bezirksverordnetenversammlung am Mittwochabend von ersten Ergebnissen zur Bürgerbefragung berichtet. In der Nachbarschaft gibt es wie berichtet seit rund einem Jahr Initiativen, die den Verbleib der Aldi-Filiale im denkmalgeschützten Bau an der Eisenbahnstraße in Kreuzberg fordern. Sie beklagen, dass das Fein- und Biokostangebot im Markt für sie nicht erschwinglich sei, am Bedarf der Anwohner vorbei gehe und damit eine Ausgrenzung stattfinde.

Bei der Befragung seit September allerdings, so Herrmann, sei das bestimmende Thema der Angesprochenen nicht „ja oder nein zu Aldi in der Markthalle Neun“ gewesen. Vielmehr gab es Beschwerden über Gentrifizierung im Viertel und darüber, dass es durch Events Lärm und Verkehrsbelastung rund um das Gebäude gebe. Erste Befragungsergebnisse sind an einer Stellwand in der Markthalle nachzulesen.

Markthalle Neun in Kreuzberg: Befragungen bis Ende des Jahres

Der weitere Fahrplan für das Dialogverfahren: Die Befragungen laufen bis Ende des Jahres. An der Stellwand werden jeweils aktuelle Statements ausgehängt. Vom 6. bis 11. Januar 2020 gibt es eine Nachbarschaftswoche, in der Anwohner dazu eingeladen sind, Standpunkt, Bedarf und Wünsche für die Halle zu äußern. Die unterschiedlichen Perspektiven werden ausgewertet und Ende Januar im Rahmen einer Dialogwerkstatt vorgestellt und mit allen Interessierten besprochen. Die Ergebnisse fließen ins Angebotskonzept der Markthalle ein.