Döner in Kreuzberg

Nach dem Brand: Mustafa’s Gemüse Kebap hat wiedereröffnet

Die Fans werden jubeln: Der beliebte Dönerimbiss in Kreuzberg hat einen neuen Standort.

Mustafas Gemüse-Döner hat fast an alter Stelle wiedereröffnet.

Mustafas Gemüse-Döner hat fast an alter Stelle wiedereröffnet.

Foto: Patrick Goldstein

Berlin. Lange Warteschlangen gab es am Donnerstagmorgen noch nicht vor Mustafas Gemüse-Döner am Kreuzberger Mehringdamm. Aber sicherlich zur Freude der Fans des Kultimbisses, der in keinem Berlin-Reiseführer fehlen darf, hatte die Imbissbude am Mittwochabend nach längerer Schließzeit wieder eröffnet.

Ein Mitarbeiter von Mustafas sagte, dass es am Abend bereits wieder einen großen Kundenandrang gegeben habe. "Es muss sich nur rumsprechen, dass wir wieder geöffnet haben."

Mustafa serviert nun seinen Döner aus einem 15 Jahre alten, mobilen Imbiss heraus, der sich nur wenige Schritte vom alten Standort befindet. Vorteil: Auch bei langen Warteschlangen versperrt dort niemand mehr den Weg zum U-Bahn-Eingang oder blockiert den Fahrradweg.

Der alte Imbiss war am Dienstagabend abgetragen worden. Nachdem es in „Mustafa’s Gemüse Kebap“ im Oktober zu einem Brand in einer Friteuse gekommen war, ermittelt die Polizei jetzt wegen des Verdachts fahrlässiger Brandstiftung.

„Mustafa’s Gemüse Kebap“: Große Qualmentwicklung bei Feuer

Im Stand war am 7. Oktober Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr löschte schnell. Zu Schaden kam niemand. Aus technischen und genehmigungsrechtlichen Gründen erlaubte der Bezirk eine Wiedereröffnung am alten Standort nicht mehr. Der Brand hatte zu viel Schaden hinterlassen und war abrissreif. Der Bezirk schlug aber einen temporären Platz neben einem bestehenden Imbiss vor.

Denn der alte Platz war zu nah am Radweg, beeinträchtigte den Aus- und Zugang zum U-Bahnhof. In den nächsten drei Wochen will das zuständige Amt schauen, ob der Stand dorthin passt. „Mustafa’s Gemüse Kebap“ hat nun erstmal eine Genehmigung am neuen Standort über fünf Monate.

Am Brandtag hatte Eigentümer Tarik Kara berichtet, Verursacher des Vorfalls sei eine Friteuse gewesen, die dazu genutzt wird, die Gemüsebeilage zu erhitzen. Kara sagte, es habe sich weniger um einen Brand als um eine große Qualmentwicklung gehandelt. Die Friteuse sei etwa ein Jahr alt gewesen. Das jetzt laufende Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts fahrlässiger Brandstiftung ist einem Polizeisprecher zufolge in derartigen Fällen die Regel.