Kunstprojekt

Neuer Trinkbrunnen und Kunst an der Möckernstraße

Mit Ex-Umweltminister Klaus Töpfer und Wasserbetriebe-Chef Jörg Simon präsentiert Aktionskünstler Ben Wagin einen neuen Trinkbrunnen.

Wasser Marsch: Wasserbetriebe-Chef Jörg Simon, Ex-Bundesminister Klaus Töpfer und Künstler Ben Wagin (v.l.).

Wasser Marsch: Wasserbetriebe-Chef Jörg Simon, Ex-Bundesminister Klaus Töpfer und Künstler Ben Wagin (v.l.).

Foto: Patrick Goldstein

Ben Wagin hat Zehntausende Bäume gepflanzt, Gemälde auf Hauswände gemalt, Gedenksteine verlegt und mitten im Regierungsviertel ein Parlament der Bäume gegen Krieg und Gewalt angelegt. Jetzt umrankte der 89-jährige Aktionskünstler zwischen Technikmuseum und Park am Gleisdreieck einen neuen öffentlichen Trinkbrunnen.

Zur Eröffnung an der Kreuzberger Möckernstraße kamen am Mittwochnachmittag der ehemalige Umweltminister Klaus Töpfer und Jörg Simon, Chef der Berliner Wasserbetriebe.

Wagins große Themen sind Krieg und Tod, zum anderen eine Rückbesinnung auf die Natur. Den neuen Brunnen genau vor seiner Ateliertür versteht er da als Verweis auf Wasser als Quelle allen Lebens.

Trinkbrunnen in Kreuzberg ist Auftakt eines großen Projekts

Mit der Aktion startet ein Projekt des Baumpatenvereins und der Universität der Künste (UdK). Dabei erarbeitet Wagin mit Studenten die Ausstellung „Mensch – Natur – Technik“. Ab März 2020 ist die Schau im Anhalter Garten hinter dem Museum sowie und am Hardenbergplatz vor der UdK zu sehen.

Den Brunnen umstanden am Mittwoch schon Teile davon, etwa Ortsschilder mit den Namen Berliner Bezirke darauf und umgestülpten grünen Gießkannen.

In den kalten Monaten wird die blaue Quelle abgestellt. Bei Wiederinbetriebnahme, so kündigte der offenbar bestens vernetzte Wagin an, werde am 20. März „der Michael“ kommen. Gemeint ist der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD).