Bauen

Bäderbetriebe planen neues Holzmarktbad

Eine Sanierung des geschlossenen Friedrichshainer Schwimmbads ist nicht wirtschaftlich. Es soll ein Neubau samt Wohnungen her.

Ein Junge in einem Schwimmbad. (Symbolbild)

Ein Junge in einem Schwimmbad. (Symbolbild)

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Ein neues Hallenbad für Friedrichshain soll her. Zumindest wenn es nach den Berliner Bäderbetrieben geht. Seit Oktober 2018 ist die Schwimmhalle an der Holzmarktstraße 51 in Friedrichshain geschlossen. Erhebliche Schäden der Bausubstanz der Becken und des Beckenumgangs lassen eine weitere Nutzung nicht zu. Die Bäderbetriebe planen, die Halle aus dem Jahr 1976 abzureißen und durch einen größeren Neubau zu ersetzen. Nicht nur das.

Der kommunale Bäderbetrieb möchte ein Hybridgebäude aus Schwimmhalle, Studentenapartments und Gewerberäumen schaffen. Im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses war der Vorschlag am Freitag in Ansätzen diskutiert worden. Bislang ohne abschließendes Ergebnis. Eventuell wird der Vorschlag in den Hauptausschuss überwiesen.

Holzmarkt-Schwimmbad seit einem Jahr wegen Schäden geschlossen

Nach der Schließung vor mehr als einem Jahr hat Friedrichshain keine weitere öffentliche Schwimmhalle mehr. Gerade Schulen und Vereine müssen deshalb auf die der benachbarten Bezirke ausweichen. Neben diesem Lückenschluss will man auch dem Bedarf an studentischen Wohnungen nachkommen, mit denen das Schwimmbad überbaut werden soll.

Ziel sei auch, eine zweite 25-Meter-Bahn zu schaffen. Die Wasserfläche könnte sich durch den Neubau fast verdoppeln, heißt es in der Vorlage. Dies sei im Bestand nicht möglich. Auch die zu erwartenden Sanierungskosten von circa sieben Millionen Euro würden nicht im Verhältnis zum Alter des Gebäudes stehen. Eine zweites Becken würde geschätzt weitere 6,5 Millionen Euro benötigen.

Umwidmung des Grundstücks als Wohnfläche notwendig

Wie viel ein Neubau kosten würde, könne man noch nicht sagen, heißt es in der Vorlage an das Abgeordnetenhaus. Durch den Verkauf eines Teils des Grundstücks an die ebenfalls dem Land Berlin gehörende Berlinovo soll der Wohnungsbau realisiert werden. Voraussetzung dafür ist allerdings die Umwidmung des Grundstücks, das bisher nur zur Nutzung als Sportstätte ausgewiesen ist.