Jubiläum

Wie der Stadtumbau-Ost Friedrichshain verändert hat

Ein neuer Buchband beleuchtet Gebäude und Plätze, die in 15 Jahren „Stadtumbau Ostkreuz“ neu gestaltet wurden.

Die Pablo-Neruda-Bibliothek war früher eine Schule.

Die Pablo-Neruda-Bibliothek war früher eine Schule.

Foto: Patrick Goldstein

Friedrichshain.  Eine ehemalige Plattenbau-Schule, die mit neuer Holzfassade zum gestalterischen Schmuckstück wurde, eine Aula mit stilistischen Parallelen zur Philharmonie in Tiergarten und ein heruntergekommener Platz, der – inzwischen aufpoliert – einen prächtigen Blick auf das Wahrzeichen des Bezirks bietet: Dies sind Ergebnisse der breit angelegten Initiative Stadtumbau Ostkreuz-Friedrichshain. Ein in jeder Hinsicht farbiger Band gibt jetzt Auskunft über Start und Etappen einer Bau-Kampagne, die den Bezirk geprägt hat.

Heute kaum noch vorstellbar, verlor Friedrichshain in den 90er-Jahren Bewohner und Arbeitsplätze. Private und öffentliche Gebäude verkamen. Der Senat reagierte 2002 und nahm das Gebiet ins Förderprogramm Stadtumbau Ost auf. Seitdem wurden auf der 289-Hektar-Fläche, auf der rund 52.800 (2016) Menschen leben, Fördermittel in Höhe von
51 Millionen Euro eingesetzt.

Aus fadem Schulbau wurde schicke Pablo-Neruda-Bibliothek

Zu den Leuchtturmprojekten dieser Jahre zählt die Pablo-Neruda-Bibliothek. Die früher fade Fassade der ehemaligen vierstöckigen Schule fällt durch ihre Lamellen-Optik aus Zedernholz ins Auge.

Nicht nur bei Touristen beliebt ist der Platz „Grünes Tor“ auf Friedrichshainer Seite der Spree. Durch sorgfältige Pflasterung, neue Bäume, Bänke und eine transparente Umzäunung wurde der wilden Mühlenstraße ein eleganter Flecken abgetrotzt. Im 15. Jahr der Maßnahme eröffnete 2017 die Aula des musikbetonten Georg-Friedrich-Händel-Gymnasiums. Der goldfarbene Bau wird auch für externe Veranstaltungen genutzt, die Besucher nach Friedrichshain ziehen.