Miete

Bezirk zieht Vorkaufsrecht in Kreuzberg

Betroffen sind die Häuser Glogauer Straße 9 und Reichenberger 86 und 86a in Kreuzber.g

Das Bezirksamt kann eingreifen, weil sich das Gebäude in einem Milieuschutzgebiet befindet.

Das Bezirksamt kann eingreifen, weil sich das Gebäude in einem Milieuschutzgebiet befindet.

Foto: Patrick Goldstein

Berlin.  Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat erneut das Vorkaufsrecht ausgeübt. Betroffen sind die Häuser Glogauer Straße 9 und Reichenberger 86 und 86a in Kreuzberg mit 28 Wohnungen. Sie befinden sich in einem sozialen Erhaltungsgebiet.

Das Bezirksamt ging davon aus, dass die Wohnungen langfristig in Eigentum umgewandelt werden würden, um den hohen Kaufpreis zu refinanzieren. Wie Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) mitteilte, werde das Eckgebäude zum Verkehrswert von acht Millionen Euro statt des bei einem Verkauf drohenden Kaufpreises von elf Millionen Euro erworben. Ferienwohnungen, die sich im Komplex befinden, würden in normale Wohnungen umgewandelt.

Das Kreuzberger Haus hatte bereits im Jahr 2017 für Aufsehen gesorgt. Das dort befindliche Café Filou sollte seine Räume verlieren. Massiver Anwohnerprotest und die Vermittlung durch Grünen-Politiker Hans-Christian Ströbele sorgten für eine Rücknahme und einen neuen Vertrag mit großzügigen Konditionen für die Betreiber.