Nach Sanierung

Hermann-Hesse-Gymnasium kehrt nach zwei Jahren zurück

Nach der sieben Millionen Euro teuren Sanierung ist das Schulgebäude moderner als die meisten in Berlin.

Zwei Jahre lang wurden Schüler während der Sanierung an drei anderen Standorten unterrichtet

Zwei Jahre lang wurden Schüler während der Sanierung an drei anderen Standorten unterrichtet

Foto: Patrick Goldstein

Berlin. Das Projekt, so sagte die Schulleiterin in ihrer Eröffnungsrede am Mittwoch, habe im Geist des Namensgebers ihres Hermann-Hesse-Gymnasiums gestanden: „Man muß das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen“, zitierte sie den Schriftsteller. Das Gymnasiumsgebäude an der Böckhstraße 16 im Kreuzberger Graefekiez war zwei Jahre lang saniert worden. Die rund 570 Schüler wurden in der Zeit vorübergehend auf drei umliegende Schulen verteilt worden. Der Kraftakt dabei, so Schulleiterin Sylke Roschke, habe vor allem darin bestanden, weiterhin „unsere Konzepte durchzuziehen, anständigen Unterricht zu machen und unseren Standard zu halten“.

Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass es der Schule im Sanierungszeitraum gelungen sei, Ende 2018 als „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet zu werden. Die Ehrung erhalten Schulen für ihre herausragende Schwerpunktsetzung in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.

Der Schulstadtrat von Friedrichshain-Kreuzberg Andy Hehmke (SPD) erklärte, dass die Umverteilung der Schüler bei der Sanierung von Schulen beim Hermann-Hesse-Gymnasium noch funktionierte. Zunehmend müsse aber man in zukünftigen vorübergehenden Umzugs-Fällen Unterricht in Containern machen.

Für die Sanierung wurden 5,5 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz verwendet. Gearbeitet wurde beispielsweise an Fassaden, Fenstern und Außentüren. Barrierefreie Zugänge entstanden, ein Aufzug wurde angebaut, Haustechnik nach neuen Energiestandards erneuert sowie die historische Hofmauer saniert.

Weitere 1,5 Millionen Euro aus der bezirklichen Investitionsplanung flossen in den Umbau der naturwissenschaftlichen Fachräume. Der stellvertretende Elternsprecher Thomas Zimmermann rief den Gästen der Eröffnungsveranstaltung daher freudig zu, sein Sohn werde jetzt wohl im „wahrscheinlich modernsten Schulgebäude der Stadt“ unterrichtet.