Mehringplatz

Steine müssen fair sein

Das Bezirksamt bestellt nur noch Steine mit Zertifikat. Die Herkunft muss sozialverträglich sein.

Die Steine auf dem Mehringplatz wurden nicht allein nach Kosten ausgewählt.

Die Steine auf dem Mehringplatz wurden nicht allein nach Kosten ausgewählt.

Foto: Patrick Goldstein

Wie der Bezirk mit seiner Verantwortung als Beschaffer von Baumaterial umgeht, stellte jetzt die Grünen-Bezirksstadträtin Clara Herrmann auf dem Mehringplatz in Kreuzberg vor. In ihr Ressort fallen unter anderem die Themen Entwicklungspolitik und Nachhaltigkeit. Nahe dem Halleschen Tor wird der Boden neu gepflastert, allerdings, einem Beschuss des Bezirksamts folgend, ausschließlich mit zertifiziert ökologisch und sozial undenklichem Material.

Friedrichshain-Kreuzberg ist „Fair-Trade-Bezirk“

Seit dem vergangenen Jahr firmiert Friedrichshain-Kreuzberg als „Fair-Trade-Bezirk“. Entsprechend wurden in der Ausschreibung der Steine für den Mehringplatz unabhängige Zertifikate gefordert. Denn die Natursteinindustrie ist berüchtigt für die Ausbeutung von Kindern, schwere Verletzungen ihrer Arbeiter bei der Produktion sowie hohe Staubbelastung mit tödlichem Ausgang.

Die Bauarbeiten am denkmalgeschützten Mehringplatz begannen im Februar. Vorgesehen ist eine Umgestaltung des inneren Platzes, des äußeren Rings sowie der Fußgängerzone der südlichen Friedrichstraße. Die Natursteine kommen auf den verkehrsberuhigten Flächen des Platzes und der südlichen Friedrichstraße bis zur Franz-Klühs-Straße zum Einsatz.