Baerwaldbad

Baerwaldbad in Kreuzberg: Bezirk reicht Räumungsklage ein

Das dringend benötigte Baerwaldbad in Kreuzberg muss saniert werden. Doch Gutachter haben keinen Zutritt.

Ein Foto aus besseren Zeiten des Baerwaldbades, als dort noch Schüler schwammen.

Ein Foto aus besseren Zeiten des Baerwaldbades, als dort noch Schüler schwammen.

Foto: Fotoagentur Engler

Berlin. Das Thema Schwimmbäder ist in Friedrichshain-Kreuzberg problematisch. Schließungen und zu wenige Möglichkeiten für Schulschwimmen und Vereine verärgern Eltern und Hobbysportler. So treibt der Bezirk eine Nutzung des seit Anfang 2017 geschlossenen Baerwaldbades in Kreuzberg voran.

Laut Sportstadtrat Andy Hehmke (SPD) wurde jetzt beim zuständigen Gericht eine Räumungsklage gegen den langjährigen Betreiber, den insolventen TSB e.V., eingereicht.

Zwar ging das Bad nach einer Rückübertragung des Rechts am Eigentum im Dezember vergangenen Jahres wieder an das Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg.

Auch die Eintragung ins Grundbuch steht jetzt bevor. Doch laut Bezirksamt weigert sich der TSB, die Schlüssel für das Gebäude herauszugeben. Wie Hehmke berichtet, führe der Verein statt dessen Veranstaltungen durch.

Bausubstanzgutachten und Machbarkeitsstudie geplant

Nach Auskunft des Bezirksamts seien beim Insolvenzverwalter eigene Forderungen in Höhe von 300.000 Euro angelaufen. Auch weitere Gläubiger hätten Forderungen angemeldet. Langfristiges Ziel ist es, einem Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung folgend, das Bad mit zwei Becken wieder in Betrieb zu nehmen.

Um zu ermitteln, welche Kosten für eine Sanierung entstehen, wären ein Bausubstanzgutachten sowie eine Machbarkeitsstudie nötig. Dies erfordert allerdings Zugang zum Bad.