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Warschauer Straße

Der Graffiti-“Geisterzug“ von der Warschauer Straße

Seit rund zwei Wochen steht ein Zug-Segment unbewegt auf dem Gleis. Das hat einen Grund.

Der Zug steht seit rund zwei Wochen am Bahnhof.

Foto: Martin Niewendick

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Am U-Bahnhof Warschauer Straße steht seit rund zwei Wochen ein Zug-Segment auf dem Gleis. Der aus zwei Waggons bestehende „Geisterzug“ ist reichlich mit Graffiti besprüht.

Passagiere am stark frequentierten Bahnhof fragen sich, was es damit auf sich hat. Nun erklären die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) den Hintergrund: Der Zug kann da nicht weg. „Die Waggons müssten in die Werkstatt in Grunewald“, sagt BVG-Sprecher Markus Falkner der Berliner Morgenpost.

Gegenwärtig können sie aber dorthin nicht überführt werden. „Wir haben Baumaßnahmen am Wittenbergplatz, da werden Weichen erneuert.“

Daher habe die U1 momentan keine direkte Gleisverbindung zur Werkstatt, die sich an der U2 nahe Olympiastadion befindet. „Wir können Züge nur in bestimmten Zeitfenstern überführen, wenn gerade nicht gebaut wird“, so Falkner. Es werde priorisiert, wann welche Züge bewegt werden.

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„Geisterzug“ kann vom U-Bahnhof Warschauer Straße nicht wegfahren

Warum aber steht der Zug im Freien? „Wir sind in einer besonderen betrieblichen Situation. Bestimmte Abstellanlagen sind wegen des Inselverkehrs auf der U1 nicht erreichbar, sie hat gegenwärtig keine Verbindung zur U2.“

Wegfahren kann man den Zug also nicht. Und im direkt an der Warschauer Straße befindlichen Depot sei kein Platz. „Die Abstellflächen dort brauchen wir für die Züge, die im Einsatz sind.“

Ende nächster Woche sollen die Weichenerneuerungen am Wittenbergplatz abgeschlossen sein. Dann dürfte auch der „Geisterzug“ vom Bahnhof Warschauer Straße verschwinden.