Bilanz und Ausblick

Alles, was Sie über Friedrichshain-Kreuzberg wissen müssen

Öffentliches Internet, mehr Radwege und bessere Müllentsorgung in den Parks: Was das Bezirksamt 2019 vorhat.

Sonnenuntergang an der Oberbaumbrücke.

Sonnenuntergang an der Oberbaumbrücke.

Foto: picture alliance / geisler fotopress

Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat Bilanz über das vergangene Jahr gezogen und einen Ausblick auf 2019 geliefert. In einem jetzt veröffentlichten Bericht sind die abgeschlossenen und bevorstehenden Projekte aufgelistet. Dies sind die wichtigsten:

Geburten, Ehen und Soziales 2018 gab es im Bezirk 5905 Geburten. Das sind 10,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Mitglieder des Ehrenamtlichen Dienstes kamen 2018 zu 1400 Bürgern, um zu Geburtstagen ab 80 Jahren und zu Ehejubiläen ab dem 50. Hochzeitstag zu gratulieren. 1084 Eheschließungen fanden statt. Die Zahl der Einbürgerungen lag bei 734, die der An- und Ummeldungen bei 41.361.

Verwaltung In der Verwaltung des Bezirksamts gibt es 1950 Mitarbeiter, 90 mehr als im Vorjahr. 170 Einstellungsverfahren stellen eine Steigerung von rund 30 Prozent dar. Das Bezirksamt kündigt eine ähnlich hohe Rate für die kommenden Jahre an.

Familie Laut Jugendamt dauert die Bearbeitungszeit von Elterngeldanträgen im Durchschnitt fünf Wochen. 5869 Einreichungen gab es 2018. Aktuell stehen in Friedrichshain-Kreuzberg rund 15.680 Tagesbetreuungsplätze für Kita-Kinder zur Verfügung. Allerdings macht sich Fachkräftemangel auch dort bemerkbar: 400 Kitaplätze können nicht angeboten werden, da Personal fehlt.

Schulen Im Sommer 2018 wurde an der Pufendorfstraße als Filiale der benachbarten Spartacus-Grundschule ein modularer Ergänzungsbau eröffnet. Neben 16 Unterrichtsräumen gibt es dort nun eine Verteilerküche und eine Mensa mit 96 Plätzen. Im nächsten Bauabschnitt sind der Neubau einer Sporthalle, weitere Unterrichtsräume sowie Freiflächengestaltung geplant. Die Sanierungsarbeiten am Hermann-Hesse-Gymnasium werden 2019 beendet, an der Nürtingen-Grundschule beginnen sie in diesem Jahr.

Sport Der Sportplatz Züllichauer Straße ist seit Sommer 2018 wieder nutzbar, die Flatow-Sporthalle an der Schlesischen Straße wird bei laufendem Betrieb saniert, was bis Jahresende abgeschlossen sein soll. Sportplätze neben der Emanuel-Lasker-Oberschule und am Waldeckpark werden 2019 aufgearbeitet. Weil in diesem Jahr die letzten öffentlichen Schwimmhallen im Bezirk wegen Bauarbeiten schließen, bekommt das Prinzenbad eine Überdachung.

Bibliotheken Vom kommenden Monat an können Kinder und Jugendliche in der Pablo-Neruda-Bibliothek den WerkRaum ausprobieren: Dort haben sie die Möglichkeit, Roboterprogrammierung, Coding, Virtual-Reality-Brillen und Trickfilmarbeit kennen zu lernen. Die Bibliotheken Adalbert- und Dudenstraße bekommen im Frühjahr High-Speed-Internet. Die Bezirkszentralbibliothek an der Frankfurter Allee folgt, sobald die Bauarbeiten am Vorplatz abgeschlossen sind.

Parkraumbewirtschaftung Nach dem schweren Start der Parkraumbewirtschaftung in Bergmann- und Viktoriakiez werden 2019 Gutachten für Zonen in weiteren Gebieten in Auftrag gegeben. Ziel ist es, Gebühren im gesamten Bezirk einzuführen. Für den Allgemeinen Ordnungsdienst werden derzeit vier neue Mitarbeiter geschult. Weitere Einstellungen sind geplant.

Bürgerservice Das Bürgeramt bietet ab Februar einen Onlineservice, bei dem man zu beantragten Reisepässen und Personalausweisen erfährt, ob die Dokumente bereitliegen.

Immobilien Im Bezirk, der mit der Rekommunalisierung von Wohnungen an der Karl-Marx-Allee für überregionale Schlagzeilen sorgte, wurden 2018 durch acht Vorkäufe und 13 Abwendungsvereinbarungen 577 Wohnungen und 58 Gewerbeeinheiten gesichert.

Spielplätze und Parks Im vergangenen Jahr begonnene Sanierungsarbeiten an den Spielplätzen am Rudolfplatz und in der Schleiermacherstraße werden 2019 abgeschlossen. Erneuerungen gibt es auch an Standorten in Cuvrystraße, Wilhelm-Stolze- und Hallescher Straße sowie dem Hohenstauffenplatz. Saniert wird am Boxhagener und Annemirl-Bauer-Platz und im Besselpark. Die Reinigungsfrequenz in den Parks und Grünanlagen des Bezirks soll steigen.

Radfahren Weitere Bauprojekte sind die Einrichtung eines zwei Meter breiten Radfahrstreifens auf der Gitschiner Straße/Skalitzer Straße und eines geschützten Radsteifens auf der Hasenheide. Die Fahrbahnen von Großbeerenstraße, Gubener Straße und die Haasestraße werden instand gesetzt.

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