Berlin-Friedrichshain

Mann versucht vor Schule, Kinder mit Welpen anzulocken

Ein Mann hat vor einer Schule in Friedrichshain Kindern Hundebabys versprochen, wenn sie mit ihm mitgehen. Die Jungen weigerten sich.

Berlin. Unter Eltern rund um die Otto-Modersohn-Grundschule in Friedrichshain besteht große Sorge. Wie die Polizei mitteilte, ist es im Dezember zu drei Fällen gekommen, bei denen Kinder von einem Unbekannten angesprochen worden sein sollen. Der Schulleiter warnte Eltern jetzt in einem Brief.

Demnach seien Kinder angesprochen und zum Mitgehen animiert worden. „Teilweise wurde der Weg versperrt, inszenierte Gespräche geführt (Welpen ansehen) und auch Druck ausgeübt“, so Michael Eichel. Die Kinder hätten sich nicht darauf eingelassen.

Die Schule hat die Klassen inzwischen im Unterricht auf die Vorgänge hingewiesen. Eltern forderte Eichel auf, ihre Kinder zu warnen. Und: „Für den Schulweg bietet sich an, dass die Kinder ggf. begleitet werden, oder in kleineren Gruppen den Weg zur Schule bzw. nach Hause antreten.“ Besorgte Eltern haben den Brief inzwischen auch an Väter und Mütter weitergeleitet, deren Kinder auf andere Schulen im Bezirk gehen.

Polizei nimmt Fälle sehr ernst

Ein Polizeisprecher bestätigte die Vorfälle. Angezeigt wurden drei Vorkommnisse, in denen Jungen angesprochen wurden. Die Polizei sei in Kontakt mit der Schule und habe Streifenfahrten und Präsenz im Umfeld erhöht.

Ein Strafermittlungsverfahren gibt es nicht, weil es zu keiner strafbaren Handlung gekommen ist. „Wir nehmen das dennoch sehr ernst“, so der Sprecher. Ihm zufolge wurden die Fälle inhaltlich geprüft. Die Kinder hätten dabei allerdings jeweils unterschiedliche Beschreibungen des Mannes gegeben, der sie angesprochen hatte.

Der Trick, das Interesse von Kindern mit der Aussicht zu wecken, ihnen Hundewelpen zu zeigen, sei nicht unüblich, so der Sprecher. Im September 2017 war bekannt geworden, dass ein Mann oder zwei unterschiedliche Männer in Friedenau versucht hatten, Kinder mit der Methode fortzulocken.