Wohnungsbau

Streit über Postscheckamt: Investor und Bezirk einigen sich

Das landeseigene Unternehmen Degewo wird voraussichtlich große Teile des Geländes kaufen.

Das Plakat am ehemaligen Posthochhaus ist weithin zu sehen

Das Plakat am ehemaligen Posthochhaus ist weithin zu sehen

Foto: Maurizio Gambarini

Berlin. Investor und Bezirk haben den jahrelangen Streit um Wohnungsbau im Postscheckamt am Halleschen Ufer beigelegt. Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) sagte der Berliner Morgenpost, das landeseigene Unternehmen Degewo werde voraussichtlich große Teile des Geländes kaufen.

311 Wohnungen sollen entstehen, 244 davon sozial gefördert. Im Turm wolle die CG-Gruppe Gewerbe ansiedeln. In zwei Wochen werde die BVV über die Einigung beraten.

Hintergrund: Entgegen der ursprünglichen Absprache hatte der Eigentümer des ehemaligen Postgebäudes, die CG-Gruppe von Christoph Gröner, dem Bezirk mitgeteilt, dass man das Verhältnis von Gewerbe und Wohnen, unter anderem zu gedämpften Preisen, verändern wolle.

Angesichts eines drohenden Verlusts von 5000 Quadratmetern bezahlbaren Wohnraums bremste der Bezirk das Projekt aus. Nach öffentlichem Streit, nicht zuletzt zwischen Gröner und Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne), sollte unter Vermittlung der zuständigen Senatsverwaltung ein Kompromiss gefunden werden.

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