Nutzungsvertrag

Kreuzberger Hausbesetzer dürfen länger bleiben

Hauseigentümer und Besetzer hatten zunächst eine Frist bis 14. September ausgehandelt. Diese wird nun noch einmal verlängert.

Aktivisten haben am Sonnabend ein Haus in der Kreuzberger Großbeerenstraße besetzt

Aktivisten haben am Sonnabend ein Haus in der Kreuzberger Großbeerenstraße besetzt

Foto: Morris Pudwell

Berlin. Die Hausbesetzer in der Großbeerenstraße 17a in Berlin-Kreuzberg dürfen länger bleiben als bislang vereinbart. „Der Nutzungsvertrag wird verlängert bis zum 14. Oktober 2018“, sagte die Grünen-Abgeordnete Katrin Schmidberger am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Die zunächst vereinbarte Frist bis zum kommenden Freitag sei zu kurz für Verhandlungen, sagte Benjamin Marx von der Eigentümergesellschaft, der „Aachener Siedlungs-und Wohnungsgesellschaft mbh“. Das „Neue Deutschland“ hatte zuvor über die Verlängerung der Frist berichtet.

Fünf Personen haben laut Marx am Dienstag Schlüssel für eine Wohnung bekommen, die sie in dem Zeitraum nutzen dürfen. „Es heißt aber nicht, dass die, die als erste da waren, auch als erste den Zuschlag für die weitere Nutzung bekommen“, betonte Marx. Er plane in dem Haus eigentlich ein Wohnprojekt für obdachlose Frauen. „Das ist ein Thema, das absolut übersehen wird“, sagte Marx. Mit den Besetzern wolle er nun „ergebnisoffen“ diskutieren. „Vielleicht kann etwas ganz Neues und Zukunftsweisendes entstehen“, sagte Marx.

Am Wochenende hatten die Hauseigentümer und Besetzer zunächst eine Frist bis 14. September ausgehandelt. „Der Eigentümer ist sehr kooperativ und äußerst gesprächsbereit, um eine gute Lösung im Sinne des Kiezes zu finden“, lobte die Abgeordnete Schmidberger, die zwischen den Parteien vermittelt hat.

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