Vier Meter breiter Radweg

Von sechs auf vier Spuren: Umbau der Karl-Marx-Allee startet

Die Karl-Marx-Allee soll einen vier Meter breiten Radweg bekommen. Der Umbau beginnt am heutigen Montag.

Die Karl-Marx-Allee wird ab Montag umgebaut (Archivbild)

Die Karl-Marx-Allee wird ab Montag umgebaut (Archivbild)

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Am heutigen Montag geht es los: Die Karl-Marx-Allee wird zwischen Otto-Braun-Straße/Alexanderstraße bis zum Strausberger Platz neu gebaut. Das teilte die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Freitag mit. Demnach soll die Straße einen vier Meter breiten Radstreifen erhalten, zudem etwa 30 Straßenbäume, Hecken, neue Gehwege und mehr als 160 Kfz-Stellflächen. Am heutigen Montag wird zunächst eine provisorische Verkehrsführung eingerichtet. Dann werde die südliche Fahrbahn samt Gehweg und Einmündung in die Schillingstraße neu gebaut. Die Ein- und Ausfahrt Schillingstraße zur bzw. von der Karl-Marx-Allee werde währenddessen voll gesperrt.

Die Zahl der Spuren für Autos soll im Zuge der Umbauten von sechs auf vier - zwei je Richtung - reduziert werden. „Neben den Längsparkstreifen sorgen eineinhalb Meter breite Sicherheitsstreifen für ausreichenden Schutz der Radfahrenden“, heißt es in der Mitteilung.

Auch Arbeiten an Leitungen sollen vorgenommen werden. Der gesamte Bereich steht laut Senatsverwaltung als Ensemble unter Denkmalschutz. Der Umbau der Gehwegflächen erfolge deshalb „in Anlehnung an den historischen Bestand der 1960er.Jahre mit vielen Sitzbänken und Fahrradbügeln“. Die Straßenbeleuchtung solle ebenfalls im Design der 1960-Jahre erneuert werden. Geplant seien „schlichte Lichtstelen“ auf den Gehwegen.

Ampel wird aufgestellt

In der zweiten Bauphase soll die nördliche Fahrbahn samt Geh- und Radweg samt Einmündung in die Berolinastraße neu gebaut werden. Während der Bauarbeiten werde die Ein- und Ausfahrt Berolinastraße zur bzw. von der Karl-Marx-Allee ebenfalls voll gesperrt. In der dritten und letzten Bauphase erfolge dann die Fertigstellung des Mittelstreifens.

„Während der zwei Jahre andauernden Bauzeit stehen in jede Richtung zwei Fahrstreifen und jeweils ein Radfahrstreifen zur Verfügung“, so der Senat. „Der Verkehr wird im Bereich des Knotenpunktes Schilling-/Berolinastraße durch eine Ampel geregelt.“

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme betrügen rund 13,2 Millionen Euro.

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