Kreuzberg

Ast bricht herunter: Passant kommt mit Schrecken davon

Schreck für den Morgenpost-Reporter: Direkt vor ihm kracht ein Ast auf die Straße.

Der Ast an der Urbanstraße

Der Ast an der Urbanstraße

Foto: Patrick Goldstein

Man erlebt einiges in dieser Stadt. Das allerdings ist wohl einmalig: An der Körtestraße in Kreuzberg stürzte am Donnerstagmittag um 12.25 Uhr ein mächtiger Ast unvermittelt auf den Bürgersteig. Einen Sekundenbruchteil später, und er hätte den Morgenpost-Reporter Patrick Goldstein getroffen, der sich auf dem Rückweg von einem Termin befand.

Die 99 Jahre alte und 23 Meter hohe Esche wirkte auf den ersten Blick stabil. Auch der gut acht Meter lange Ast hatte nicht den Anschein gemacht, demnächst herunterzubrechen. „Das ist schon ein mulmiges Gefühl“, sagt Goldstein: „Man hört ein Knacken, und in einem Höllentempo landet plötzlich ein Ast vor den Füßen. Wäre ich nur einen Schritt weiter gewesen, hätte er mich getroffen.“ Unmittelbar daneben steht an der Ecke zur Urbanstraße ein Zeitungskiosk, in dem sich während des Zwischenfalls zwei Männer aufhielten.

Im Rahmen der Verkehrssicherheitspflicht kontrolliere das Grünflächenamt Friedrichshain-Kreuzberg alle Bäume einmal im Jahr, so Bezirkssprecherin Sara Lühmann. „Dabei werden Auffälligkeiten im Baumkataster eingetragen und die Beseitigung von potenziellen Gefahren beauftragt.“ Wann die Esche das letzte Mal überprüft wurde und warum der Ast herunterfiel, bleibt offen. Das Grünflächenamt war am Donnerstagnachmittag nicht zu erreichen. Der Bezirk hafte im Falle eines Schadens allerdings nur, wenn die turnusmäßige Überprüfung nicht ordnungsgemäß erfolgt sei, so Lühmann.

Der Ast ist inzwischen weggeräumt. Um 13.35 Uhr sei die Feuerwehr angerückt, sagt deren Sprecher Anyetei Adjei. „In so einem Fall wird der Ast klein gesägt, an den Straßenrand gelegt und dem Grünflächenamt Bescheid gegeben, dass er abgeholt werden kann.“

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