Kreuzberg

Republica verzeichnet laut Veranstalter neuen Besucherrekord

Am Mittwoch ging die elfte Internetkonferenz in Berlin zu Ende. Neben viel Einigkeit gab es auch Protest und einen Shitstorm.

Auf ein Selfie mit Trump - Der Kampf gegen Fake News war ein zentrales Thema

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Foto: dpa

Die Veranstalter der re:publica ziehen am letzten Tag der Internetkonferenz eine positive Bilanz. Insgesamt seien 9000 Teilnehmer aus 71 Ländern gekommen. Über 1000 Sprecherinnen und Sprecher hätten auf 20 Bühnen 500 Stunden Programm präsentiert, mit einem Frauenanteil von 47 Prozent. Dies sei „ein Zeichen für Engagement und Emanzipation in der digitalen Gesellschaft“, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung.

Das Engagement gegen Hate Speech und Falschmeldungen habe den thematischen Mittelpunkt gebildet. "Wir freuen uns, wenn viele unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer motiviert nach Hause fahren, um den Rest des Jahres digital und analog Zivilcourage zu zeigen“ lässt Mit-Initiator Markus Beckedahl wissen.

Während der Konferenz kam es auch zu Protesten. Friedens-Aktivisten stürmten am Dienstag eine Bühne auf der Bundeswehr-Vertreter saßen. Sie warfen Konfetti und hielten Schilder mit Aufschriften wie "Soldaten sind Mörder" in die Luft.

Auch Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles machte sich auf einem Podium unbeliebt. „Das bedingungslose Grundeinkommen führt dazu, dass keiner mehr schlechte oder niedrig bezahlte Arbeit machen möchte“, hatte sie am Dienstag während einer Diskussionsveranstaltung gesagt. Nachdem der "Deutschlandfunk" das Zitat verbreitete, brach ein Shitstorm los. Die SPD-Politikerin teilte später mit, der Satz sei aus dem Zusammenhang gerissen worden.

Stimmen die von den Veranstaltern angegebenen Besucherzahlen, so hat die Internetkonferenz seit 2009 nahezu jährlich rund 1000 Teilnehmer dazugewonnen. Die elfte re:publica startete am Montag in der „Station“ in Kreuzberg und geht am Mittwochabend zu Ende.

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