Maskottchen ist tot

Förster erschießt Fuchs im Prinzenbad mitten im Badebetrieb

Ein Förster hat "Fuchsi" am vergangenen Sonnabend im Prinzenbad Kreuzberg erschossen. Badegäste sind empört.

"Fuchsi" war sehr beliebt bei den Gästen des Kreuzberger Prinzenbades. Sie gaben im Wasser, er ließ sich streicheln, den Namen hat er von den Stammgästen. Umso schockierter sind viele nun, dass das Tier vor ihren Augen erschossen wurde. Was war passiert?

Am Sonnabend war der erste Badetag der neuen Saison - das Wetter gut, zahlreiche Besucher waren gekommen, um sich im Wasser abzukühlen. Auch Fuchs "Fuchsi" war da - das Prinzenbad sein Revier.

Als Gäste "Fuchsi" entdeckten, alarmierten sie die Tierrettung. Ihnen war aufgefallen, dass das Tier apathisch und dehydriert am Rand des Sportbeckens im Gebüsch stand, schreibt die B.Z. Auch die Polizei schaute vorbei und rief einen Förster. Der gab dem Fuchs den Gnadenschuss. Seine Überlebenschancen seien zu gering gewesen, wird ein Polizeisprecher zitiert. Offenbar waren die Vorderpfoten gebrochen.

Nach der Tat fragen sich viele Badegäste nun, warum "Fuchsi" sterben musste. Und warum vor den Augen von spielenden Kindern. Einige Familien sollen ihr Eintrittsgeld zurückverlangt haben, die Kinder haben angeblich Albträume.

Bleibt die Frage, ob der Förster einfach so schießen durfte. Die Antwort lautet: Ja.

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