Friedrichshain-Kreuzberg

Neuer Fahrradstraße ist vielen zu kurz

Seit Sonnabend haben die Radfahrer in der Bergmannstraße zwischen Südstern und Marheinekeplatz Vorrang: die Kreuzberger Kiezstraße ist nach der Linienstraße in Mitte die zweite Straße in Berlin, die in eine Fahrradstraße umgewandelt wurde.

"Das ist nur der Anfang, es sollen weitere folgen", sagte Jutta Kalepky bei der Eröffnungsfeier. Geplant seien die künftigen Fahrradstraßen allerdings noch nicht.

In der Bergmannstraße dürfen nun die Fahrradfahrer nebeneinander fahren. Nur die Autos der Anlieger sind zugelassen. Und sie dürfen nicht schneller als Tempo 30 fahren. Als Teil des offiziellen Fahrradroutennetzes Berlins wird die Bergmannstraße demnächst beschildert.

"Der Verkehr wird durch diese Umwidmung langsamer gemacht", sagte Kalepky. Ihren Angaben zufolge, hat die Einführung der Fahrradstraße zwischen 10 000 und 20 000 Euro gekostet.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte, dass die Bergmannstraße nur im Osten bis zum Marheinekeplatz zur Fahrradstraße wird. "Da im westlichen Teil mit seinen Cafés und Geschäften viele Radfahrer unterwegs sind, sollte die Fahrradstraße vom Südstern bis zum Mehringdamm gehen", sagte die Projektleiterin des BUND, Merja Spott. Außerdem sollen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, die Fahrräder abzustellen. Der BUND schlug vor, zusätzlich zur Straße auch die Parkplätze den Fahrradfahrern zu widmen.

Auch die "Anwohnerinitiative Chamissoplatz" fordert Pläne für den Ausbau der Bergmannstraße zwischen Mehringdamm und Marheinekeplatz.

© Berliner Morgenpost 2018 – Alle Rechte vorbehalten.