Vandalismus vermutet

Umgestürzte Säule in Schloßstraße Charlottenburg entsorgt

Norman Börner
Im Dezember wurde die Säule zum dritten Mal umgeworfen. Nun ist sie weg.

Im Dezember wurde die Säule zum dritten Mal umgeworfen. Nun ist sie weg.

Foto: Kiezbündnis Klausenerplatz

Zehn Jahre lud die Litfaßsäule des Kiezbündnisses Touristen zum historischen und kulinarischen Rundgang ein. Nun wurde sie entsorgt.

Berlin.  Nachdem sie zum wiederholten Male Opfer von Vandalismus wurde, wird die historische Litfaßsäule an der Ecke Schloßstraße zur Knobelsdorffstraße in Charlottenburg-Wilmersdorf nicht wieder aufgestellt. Bei einem erneuten Angriff sei die Säule irreparabel beschädigt worden, teilt das Kiezbündnis Klausenerplatz mit. „Das machen wir nie wieder. Es wäre einfach zu teuer“, zeigt sich Klaus Betz vom Bündnis enttäuscht. „Die Entsorgung kostet uns noch einmal 300 Euro“.

Das Kiezbündnis gründete sich nach eigenen Angaben bereits im Jahr 1999 als Vereinigung engagierter Anwohner und Gewerbetreibender, die aktiv dazu beitragen wollen, ihren Kiez zu einem Ort zu machen, an dem sich Menschen verschiedener Generationen, Nationalitäten und Weltanschauungen wohl fühlen. Das Bündnis hatte die Säule für 1800 Euro von der Familie Wall gekauft. Im Jahr 2011 wurde sie durch das Bündnis neu gestaltet.

Sie wurde von den Mitgliedern mit Folien beklebt, die über den Kiez informierten, unter anderem mit einem von Heinrich Zille geführten Kiezrundgang und richtete sich an Spaziergänger aus anderen Stadtteilen oder Orten auf dem Weg zum Schloss und den umliegenden Museen. Auf einem Kiezplan wurden ausgewählte Lokale, Geschäfte und Dienstleistungen sowie der Kiez und das Kiezbündnis vorgestellt. 44 Gewerbetreibende hatten nach Angaben des Bündnisses davon Gebrauch gemacht.

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