Briefwahl ohne Antrag

Hier kann in Charlottenburg-Wilmersdorf schon gewählt werden

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Norman Börner
Im Rathaus Charlottenburg kann seit Montag per Briefwahl gewählt werden.

Im Rathaus Charlottenburg kann seit Montag per Briefwahl gewählt werden.

Foto: Norman Börner

Seit Anfang der Woche können Wähler in drei Wahllokalen ihre Stimme per Briefwahl abgeben. Das müssen Wähler beachten.

Berlin.  Zum Start des Wahlkampfes für die Wiederholungswahl am 12. Februar eröffneten am Montag drei Briefwahllokale im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf. Berliner können bereits im Vorfeld ihre Stimme abgeben, indem sie entweder eine Briefwahl beantragen oder in der für sie zuständigen Briefwahlstelle vor Ort wählen. Die Wahlunterlagen müssen dann nicht vorab beantragt werden. Für das Wählen in einer Briefwahlstelle ist das Mitbringen eines amtlichen Lichtbildausweises, wie der Personalausweis, ausreichend.

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Die Möglichkeit der Briefwahl besteht im Bezirk im Rathaus Charlottenburg (Festsaal, 3. Etage, Otto-Suhr-Allee 100), im Dienstgebäude Hohenzollerndamm (Raum 13 und 17, Zugang über Mansfelder Straße 16/Ecke Brienner Straße) und im Dienstgebäude Heerstraße (Raum 21/22 im Bürgeramt, Heerstraße 12).

Ausnahmen der Öffnungszeiten wegen Notstromtest

Die Öffnungszeiten sind Montag: 8 bis 16 Uhr, Dienstag: 10 bis 18 Uhr, Mittwoch: 8 bis 13 Uhr, Donnerstag: 10 bis 18 Uhr, Freitag: 8 bis 13 Uhr. Am Dienstag, 17. Januar 2023, findet ein Notstromtest im Rathaus Charlottenburg statt. An diesem Tag kann keine Briefwahl im Festsaal, Otto-Suhr-Allee 100, beantragt werden. Ein weiterer Notstromtest findet am Dienstag, 24. Januar 2023, im Dienstgebäude Hohenzollerndamm statt. An diesem Tag kann keine Briefwahl am Hohenzollerndamm beantragt werden.

Briefwahlanträge können auch schriftlich beantragt werden

Wer ohne Vor-Ort-Besuch per Brief wählen möchte, muss dafür einen Wahlschein beantragen. Der Antrag kann bis zum 10. Februar um 18 Uhr gestellt werden. Die Anträge für die Briefwahl können auch schriftlich per Mail an briefwahl@charlottenburg-wilmersdorf.de oder an das Wahlamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin gesendet werden.

Neben dem Wunsch der Zusendung von Briefwahlunterlagen sollen Bürgerinnen und Bürger die folgenden Kontaktdaten angeben: Vor- und Zuname, Anschrift und Geburtsdatum, sofern die Briefwahlunterlagen nicht an den Hauptwohnsitz gesandt werden sollen, eine abweichende Versandadresse.

Im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf gab es viele Pannen bei der Wahl

In Berlin wird am 12. Februar die Wahl zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksparlamenten wiederholt. Das Landesverfassungsgericht hatte die Wahl vom September 2021 wegen zahlreicher Pannen und „schwerer systemischer Mängel“ für ungültig und eine komplette Wiederholung für notwendig erklärt.

Laut Arne Herz (CDU), Stadtrat für Bürgerdienste in Charlottenburg-Wilmersdorf, war das Interesse zu Beginn der Woche noch gering. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf war unter anderem in die Kritik geraten, weil die Ergebnisse zur Wahl der BVV in der Wahlnacht nicht ausgezählt, sondern lediglich geschätzt worden waren, da nach eigener Aussage keine finalen Ergebnisse vorlagen. Die Stimmen für das Abgeordnetenhaus mussten aufgrund von Unstimmigkeiten ein zweites Mal ausgezählt werden.

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