Jahrestag des Anschlags

So läuft der 19. Dezember in der Gedächtniskirche ab

Die Gedächtniskirche am Breitscheidplatz.

Die Gedächtniskirche am Breitscheidplatz.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE Foto Services

Der 19. Dezember steht in diesem Jahr nicht nur im Zeichen des Gedenkens an die Opfer des Terroranschlags vom Breitscheidplatz.

Berlin. Der 19. Dezember 2021 wird in der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz ein besonderer Sonntag. In mehreren Andachten wird unterschiedlicher Anlässe gedacht - und viel Prominenz erwartet. Ab 10 Uhr wird Bischof Christian Stäblein in einer Andacht dem 60. Jahrestag der Einweihung der modernen Gedächtniskirche gedenken. Um 14 Uhr wird es einen Adventsgottesdienst mit, so der Plan, gemeinsamem Singen ohne Masken geben - unter 2G-Regeln und mit Anmeldung.

Ab 18.45 Uhr wird dann, wiederum mit Bischof Stäblein, in einer Andacht an die 13 Todesopfer, Verletzte und Betroffene des Anschlages vom 19. Dezember 2016 erinnert, den ein islamistischer Attentäter mit einem Lastwagen auf dem Weihnachtsmarkt verübte.

Im Anschluss sind Reden von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und dem scheidenden Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) geplant. An der interreligiösen Zeremonie werden neben Erzbischof Heiner Koch auch ein Rabbiner und ein Imam teilnehmen. Nach etwa 45 Minuten werden am Gedenkort an den Stufen der Kirche die Namen der mittlerweile 13 Todesopfer des Anschlags verlesen. Danach erinnern 13 Glockenschläge an sie.

Der Weihnachtsmarkt soll trotz des Gedenkens wie in anderen Jahren auch weiterlaufen, so Martin Germer, Pfarrer der Gedächtniskirche, “auch als Zeichen, dass das Leben am Platz eben weitergeht”. Während des Gedenkens werden Musik und Licht gedimmt. Ab Mittag würden wie in jedem Jahr die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

Alle Andachten sind mit Anmeldung über die Homepage der Gedächtniskirche öffentlich. Es gelten 2G-, Abstands- und Hygieneregeln, beim Gedenken abends 2G-Plus. Wegen der Hygiene- und Abstandsregeln sind maximal 200 Personen in der Kirche zugelassen. Die Andachten werde wie im vergangenen Jahr gestreamt über die Homepage der Evangelischen Kirche Berlin und Brandenburg: ekbo.de.

( BM )