Fördermittel

Bundestag bewilligt drei Millionen Euro für den Preußenpark

Der Bundestag bewilligte Sondermittel für den Preußenpark in Wilmersdorf. Es geht um Umweltschutz.

Preußenpark in Berlin-Wilmersdorf.

Preußenpark in Berlin-Wilmersdorf.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE FotoServices

Berlin. Millionen für den Umweltschutz in Charlottenburg-Wilmersdorf: Der Bundestag beschloss am Mittwochnachmittag im Haushaltsausschuss, für die Weiterentwicklung des Preußenparks drei Millionen Euro an Sondermitteln zur Verfügung zu stellen. Dabei handelt sich um Gelder aus dem „Sonderprogramm von Maßnahmen zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen“ des Bundesinnenministeriums.

Konkret heißt das laut der SPD-Fraktion im Bezirk, dass die Gräser und Bäume im Preußenpark an die Folgen des Klimawandels angepasst werden. So soll der Park in heißen Sommern die Temperatur, auch in seiner Umgebung, abkühlen.

Preußenpark: Erde soll mehr Regenwasser aufnehmen können

Das Bezirksamt hatte sich im Frühjahr 2020 für Mittel aus dem Sonderfonds beworben. Damit sollen laut Bundesinnenministerium Projekte auf Grünflächen gefördert werden, die mit „zukunftsweisenden Investitionen zur Treibhausgasminderung, Temperaturregulierung Wasserregulierung“ beitragen. Der Preußenpark ist das erste Projekt im Bezirk, das durch den Sonderfonds gefördert wird.

In welche konkreten Maßnahmen die Summe fließen soll, muss in den kommenden Monaten besprochen werden. Unter anderem soll es darum gehen, die Erde des Preußenparks durchlässiger für Regenwasser zu gestalten. Auch die Öffentlichkeit soll in das Projekt mit einbezogen werden. Wie genau, weiß das Bezirksamt noch nicht.

Thai-Markt nimmt 2021 wieder Betrieb auf

Dem Preußenpark steht in den kommenden Monaten nicht nur unter ökologischen Aspekten eine umfassende Sanierung bevor: Der beliebte Thai-Streetfood-Markt dort soll umgestaltet werden. Einen Betreiber will das Bezirksamt bis Ende 2020 finden. Die Stände sollen im kommenden Jahr auf insgesamt 60 reduziert werden.

Die Umgestaltung war nötig, weil sich Anwohner über Müll und Lärm im Park beschwert hatten. Die Händler hatten außerdem keine Genehmigung für den Verkauf ihrer Speisen und Getränke. Auch Baumaßnahmen im Park sind geplant: Ein Multifunktionsgebäude soll entstehen, in dem Händler ihre mobilen Stände lagern können. Der Normalbetrieb des Markts soll dann nach Fertigstellung des Multifunktionsgebäudes starten. 2021 ist zunächst ein provisorischer Marktbetrieb vorgesehen.