Breitscheidplatz

Weihnachtsbaum vor der Gedächtniskirche aufgestellt

Falschparker verhinderten das Aufstellen des sechs Tonnen schweren Baums am Mittwoch. Im zweiten Anlauf klappte es.

Im zweiten Anlauf klappte das Aufstellen des Weihnachtsbaums in der City West.

Im zweiten Anlauf klappte das Aufstellen des Weihnachtsbaums in der City West.

Foto: Reto Klar / Funke Foto Services

Berlin. Geschafft: Am Freitagmorgen wurde der Weihnachtsbaum vor der Gedächtniskirche aufgestellt. Ein Kran hob den sechs Tonnen schweren Baum von einem Transporter an der Tauentzienstraße auf den Breitscheidplatz.

Eigentlich sollte der Weihnachtsbaum bereits am Mittwochmorgen aufgestellt werden. Doch der Schwertransporter, der den Baum von seinem Standort in Neuenhagen (Märkisch-Oderland) in die Berliner City West bringen sollte, kam nicht durch. Falschparker in Neuhagen verhinderten, dass der Baum aufgeladen werden konnte.

Am Freitagmorgen stand der 18 Meter hohe Baum jedoch pünktlich um 10 Uhr morgens vor dem Breitscheidplatz zur Aufstellung bereit. Nachdem er dann vom Schwertransporter gehoben wurde, wurde er in der Luft gedreht. Anschließend wurde er knapp über seinem Standort mithilfe einer Kreissäge auf die richtige Größe zugeschnitten. Schließlich konnte er um kurz vor 11 Uhr in den Boden eingelassen werden. Befestigt wurde er mit Holzkeilen.

Weihnachtsbaum am Breitscheidplatz: 22 Arbeiter an Transport und Aufstellung beteiligt

Insgesamt seien 22 Mitarbeiter am Transport und der Aufstellung beteiligt gewesen, sagte Peter Müller, zweiter Vorsitzenden des Berliner Schaustellerverbands. Der Verband finanzierte die Dekoration und den Transport des Baumes. Dieser sei jedes Jahr eine der Hauptattraktionen des Weihnachtsmarkts an der Gedächtniskirche, sagte Müller. „Nach aktuellem Stand soll der Weihnachtsmarkt am 2. Dezember stattfinden“, fügte er hinzu.

Allerdings sei er angesichts der steigenden Infektionszahlen nicht sicher, ob der Beginn des Weihnachtsmarkts doch noch weiter in den Dezember hinein verschoben oder komplett abgesagt werde. Der Schaustellerverband wolle das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am 16. November abwarten. Dann wird über weitere Corona-Maßnahmen beraten.

Auch Arne Herz (CDU), stellvertretender Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, sei angesichts der Corona-Lage „etwas pessimistisch“ was die Veranstaltung des Weihnachtsmarkts betrifft, wie er sagt. Er hatte sich dafür eingesetzt, dass der Markt unter strikter Einhaltung von Sicherheits- und Hygienevorschriften trotz Corona stattfinden kann. Viele andere große Weihnachtsmärkte wurden in Berlin bereits wegen der Corona-Pandemie abgesagt. So finden etwa die traditionellen Weihnachtsmärkte vor dem Schloss Charlottenburg, auf dem Gendarmenmarkt oder in der Kulturbrauerei in diesem Jahr nicht statt.

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Erster Anlauf war gescheitert

Nachdem das Aufstellen des Baums am Mittwochvormittag gescheitert war, herrschte kurzfristig Verunsicherung. Kurzfristig einen neuen Transport des 18 Meter hohen Baumes zu organisieren, sei nicht einfach, sagte Marktsprecherin Angelika Grüttner. Denn dafür ist eine behördliche Genehmigung erforderlich. Am Mittwochnachmittag gab es dann aber Entwarnung: Eine neue Sondergenehmigung lag vor.