Corona

Gesundheitsamt arbeitet am „Rand der Kapazitäten“

Das Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf kann positiv getestete Corona-Infizierte nicht mehr tagesaktuell kontaktieren.

Das Rathaus Charlottenburg, in dem das Gesundheitsamt seinen Sitz hat.

Das Rathaus Charlottenburg, in dem das Gesundheitsamt seinen Sitz hat.

Foto: Maurizio Gambarini / FUNKE FotoServices

Die zahlreichen Meldungen von Corona-Fällen bringe das Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf zur Zeit „an den Rand der Kapazitäten“, wie Arne Herz (CDU), stellvertretender Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, mitteilt. „Wir haben, trotz der Unterstützung der Bundeswehr sowie weiterer zusätzlicher Kräfte, eine zeitliche Verzögerung bei der Information und Kontaktaufnahme der positiv getesteten Fälle“, so Herz.

Die Kontaktaufnahme und damit die Nachverfolgung der Infektionsketten finde dennoch statt. Tagesaktuell könnten Betroffene jedoch nicht mehr informiert werden. Die Laborkapazitäten für die Testung von Corona-Fällen sind ausgelastet, das Amt wartet laut Herz „zwei bis drei Tage“ auf die Befunde. Das sorge für eine längere Wartezeit bei Betroffenen, „ohne dass dies der Arbeit der Gesundheitsämter geschuldet ist.“

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Auch externe Mitarbeiter bei Corona-Nachverfolgung eingesetzt

Falls eine Person darüber informiert wird, dass sie positiv auf den Coronavirus getestet wurde, muss sie sich umgehend in Quarantäne begeben und soll den Kontakt zu anderen vermeiden. „Dies versuchen wir auf verschiedenen Informationswegen zu kommunizieren“, sagt Herz.

Im Gesundheitsamt Charlottenburg-Wilmersdorf arbeiten nach Herz Angaben sowohl externe als auch bezirkseigene Beschäftigte, darunter auch Personal aus anderen Bereichen. Die Zahl der Beschäftigten im Gesundheitsamt gehe somit über die Forderungen der Bundesregierung nach Personalaufstockung hinaus. „Dennoch ist es derzeit nicht möglich ohne zeitliche Verzögerung zu arbeiten, da insbesondere das fachfremde Personal einer fachlichen Begleitung bedarf“, so Herz.