Finanzierung

Weniger Geld für Weihnachtsbeleuchtung am Kudamm

Wie im Vorjahr wird um die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung am Kurfürstendamm gerungen.

Die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Kurfürstendamm hängt erneut vom Engagement verschiedener Geldgeber ab.

Die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Kurfürstendamm hängt erneut vom Engagement verschiedener Geldgeber ab.

Foto: Reto Klar / FUNKE Foto Services

Berlin. Weihnachten ist ein Fest der Sinne. Höhepunkte sind der Geruch von Tannennadeln, der Geschmack von Zimtsternen und das Strahlen bunter Lichter auf den Straßen. Um die Finanzierung der Weihnachtsbeleuchtung auf dem Kurfürstendamm muss jedoch jedes Jahr von neuem gerungen werden – so auch in diesem. Dabei steht nun wohl auch weniger Geld zur Verfügung als in den Vorjahren.

Seit der Senat die Werbeverträge mit dem Stadtmöblierer Wall nach 15 Jahren Ende 2018 auslaufen ließ, gibt es keine gesicherte Finanzierung für die Illuminationen. Nun bemüht sich der Händlerverband AG City, Organisator des Lichtkonzepts, Gelder von Sponsoren und von der Berliner Verwaltung zu erhalten.

Senatsverwaltung bezuschusst Beleuchtung mit 295.000 Euro

„Wir haben beim Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf einen Antrag gestellt und warten nun auf die Bewilligung“, sagt Klaus-Jürgen Meier, Vorstandsvorsitzender der AG City. In dem Antrag bittet der Verband um einen Zuschuss von 295.000 Euro.

Da der Bezirk eine Summe in dieser Höhe nicht zur Verfügung stellen könne, müsse er sich an die Senatswirtschaftsverwaltung wenden, so Meier. Diese zahle dann an den Bezirk und dieser wiederum an die AG City. Der bürokratische Aufwand ist hoch. Dass der Antrag bewilligt wird, steht für Meier außer Frage, wie er sagt – die Frage sei nur wann. Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) erklärt, er habe den Antrag erhalten und werde den Senat bitten, die Gelder an die AG City weiterzuleiten.

Kudamm: Für Weihnachtsbeleuchtung stehen bislang 400.000 Euro zur Verfügung

Die Mittel des Landes allein werden aber nicht ausreichen, um den Kudamm an Weihnachten strahlen zu lassen. Die AG City ist auch auf Gelder von privaten Sponsoren angewiesen. Zu ihnen zählt laut Meier die Immobilienentwicklungsgesellschaft CG Gruppe, die 50.000 Euro zur Verfügung stellt. Bürgermeister Naumann ruft weitere mögliche Sponsoren dazu auf, sich bei ihm zu melden. Jeder Euro könne zu einer „strahlenden Weihnachtsbeleuchtung“ beitragen. Und eine leuchtende City West könne während der düsteren Zeiten der Corona-Pandemie zur „Aufmunterung“ beitragen, so Naumanns Überzeugung.

Trotz aller Bemühungen wird die Summe, die in die Beleuchtung fließt, dieses Jahr wohl kleiner ausfallen als zuvor. Standen der AG City 2019 noch 600.000 Euro zur Verfügung, muss sie sich dieses Jahr nach aktuellem Stand mit höchstens 400.000 Euro zufrieden geben, schätzt Meier. Ende November, nach dem Totensonntag, sollen die Lichterketten dann zum ersten Mal strahlen - pünktlich zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts an der Gedächtniskirche.