Verkehr

Das ist der Plan für den neuen Radweg an der Berliner Straße

Die Berliner Straße soll 2021 einen neuen Radweg bekommen. Erste Pläne dafür gibt es schon.

Die Berliner Straße soll einen Radweg bekommen.

Die Berliner Straße soll einen Radweg bekommen.

Foto: Lea Verstl

Schon 2021 soll die Berliner Straße einen neuen Radweg bekommen. Umfassend umgebaut wird die Straße dafür aber nicht. Stattdessen soll auf den Fahrbahnen für Autos ein Radstreifen markiert werden.

Laut einer Machbarkeitsstudie muss die Fahrbahn zunächst auf bis zu fünf Meter Breite in beide Richtungen ausgedehnt werden. Neben den Fahrrädern können dann jeweils zwei Autos „nebeneinander fahren“. Ermöglicht werden könnte das, indem der Mittelstreifen gekürzt wird.

Radspur soll Lärmpegel an Berliner Straße senken

Hauptgrund für den neuen Radweg ist nicht etwa die Verkehrswende an sich – sondern Lärmschutz. Anwohner an der Berliner Straße müssen laut Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) eine Verkehrslautstärke von bis zu 65 Dezibel ertragen. Die Radspur kann den Lärmpegel senken, weil Autos dadurch in größerer Entfernung zu den Häuserwänden fahren. Der Schall muss somit einen weiteren Weg zurücklegen und kommt als leiseres Geräusch bei Anwohnern an. Diese können sich dann laut Schruoffeneger über eine Lärmreduzierung von „ein bis zwei Dezibel“ freuen.

Ein Komplettumbau der Berliner Straße für die Radspur sei nicht infrage gekommen, weil er mit 35 Millionen Euro zu teuer gewesen wäre, so Schruoffeneger weiter. FDP-Fraktionschef Felix Recke lässt dieses Argument nicht gelten: „Wenn wir Verkehrswende ernst meinen, müssen wir auch so ehrlich sein und Geld in die Hand nehmen, um Straßen nicht nur neu zu markieren, sondern auch umfassend umzubauen“, sagt er. Der Lärm werde durch die geplanten Maßnahmen „kaum gemindert.“ Das Konzept für den Radweg bezeichnet Recke als „grünes Wahlgeschenk.“