Protest

Fahrraddemonstration führt im Westen Berlins zu Staus

Fridays For Future und Verdi veranstalten eine Fahrraddemonstration am Freitagnachmittag. Wo mit Staus zu rechnen ist.

Eine Fahrrad-Demonstration (hier des ADFC im Juni  2019).

Eine Fahrrad-Demonstration (hier des ADFC im Juni 2019).

Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

Bundesweit rufen die Klimaschutzbewegung Fridays For Future und die Gewerkschaft Verdi am Freitag zu einer Fahrraddemonstration auf – auch Berlin ist betroffen. Die Organisationen fordern eine „klimagerechte Verkehrswende“ und wollen für eine Stärkung des Nahverkehrs demonstrieren. Am Nachmittag ist deshalb mit langen Staus zu rechnen.

Um 14.30 Uhr startet die Demonstranten am S-Bahnhof Wannsee. Dann fahren sie über die Stadtautobahn AVUS nach Charlottenburg. Laut der Verkehrsinformationszentrale Berlin wird die Avus während der Demonstration in beide Richtungen zwischen dem Kreuz Zehlendorf und dem Dreieck Funkturm gesperrt. Dort müssen sich Autofahrer auf Staus einstellen.

Fahrraddemo: Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor geplant

Am Hammerskjöldplatz nahe dem Messegelände werden die Teilnehmer kurz für eine Zwischenkundgebung halten. Anschließend führt die Route über Masurenallee, Kaiserdamm, Ernster-Reuter-Platz, Kurfürstendamm, Bülowstraße, Potsdamer Straße, Leipziger Straße, Friedrichstraße und Unter den Linden zum Pariser Platz. Dort ist um 18.30 Uhr eine Abschlusskundgebung geplant.

Die Klimaschutzbewegung will dabei die Gewerkschaft in der aktuellen Tarifrunde für die bundesweit 87.000 Beschäftigten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) unterstützen. Eine Liste im Internet nannte am Donnerstagmittag 29 Orte, an denen Aktionen gemeinsam mit ÖPNV-Beschäftigten geplant sind – unter anderem in Köln, Hamburg und München.

Protest für gute Arbeitsbedingungen im ÖPNV

„Nur wenn Busse und Bahnen überall regelmäßig und pünktlich kommen, können alle Menschen, Alt und Jung, in der Stadt und auf dem Land, klimafreundlich mobil sein“, teilte Fridays For Future (FFF) auf ihrer Internetseite mit. Eine gerechte Verkehrswende gebe es nur mit guten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten im ÖPNV. „Nur wenn die Busfahrer gut bezahlt werden, wirkliche Pausen haben und nicht unter Dauerstress leiden, möchten in Zukunft Menschen weiterhin im ÖPNV beschäftigt sein“, hieß es weiter. Deshalb unterstütze man die Beschäftigten in den Tarifauseinandersetzungen.