Charlottenburg-Wilmersdorf

„Kippen-Box“ für mehr Sauberkeit am Leon-Jessel-Platz

Am Freitag ist am Leon-Jessel-Platz ein Zigarettenmülleimer eingeweiht worden. Das Bezirksamt finanzierte die Aktion.

Bei der Einweihung Kippen-Box am Leon-Jessel-Platz waren Vertreter der Stadtteilinitiative „Miteinander im Kiez e.V.“ und die gemeinnützige Organisation „wirBERLIN“ sowie Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne, 2. v. re.) anwesend.

Bei der Einweihung Kippen-Box am Leon-Jessel-Platz waren Vertreter der Stadtteilinitiative „Miteinander im Kiez e.V.“ und die gemeinnützige Organisation „wirBERLIN“ sowie Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne, 2. v. re.) anwesend.

Foto: Lea Verstl

Berlin. In Mitte, Schöneberg und Spandau stehen sie schon, die Zigarettenmülleimer. Am Freitag wurde auch in Charlottenburg-Wilmersdorf der erste sogenannte „Ballot Bin“ eingeweiht. Der gelbe Kasten wurde m Leon-Jessel-Platz aufgestellt. Er soll Raucher dazu animieren, ihre Kippen nicht auf die Straße zu werfen.

Bei der Einweihung waren Vertreter der Stadtteilinitiative „Miteinander im Kiez e.V.“ und die gemeinnützige Organisation „wirBERLIN“ sowie Umweltstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) anwesend.

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„Als wir im Winter letzten Jahres im Fernsehen gesehen haben, dass in Spandau eine Kippen-Box aufgestellt wurde, wollten wir am Leon-Jessel-Platz auch eine“, sagte Renate Redeker, eine der Vereinsvorsitzenden von „Miteinander im Kiez.“ Die Initiative meldete damals bei „wirBerlin“, dem Initiator der Aktion, ihre Interesse an. „Zunächst sah es so aus, als müssten wir die Box selbst bezahlen“, sagte Redeker, „dann hat Herr Schruoffeneger angeboten, die Finanzierung zu übernehmen.“

Besonders viele Kippen vor Sitzbänken und Gastronomiebetrieben

Er habe sich dazu bereit erklärt, weil die „Kippen-Box“ die Sauberkeit und die Gemeinschaft im Kiez fördere, sagte Schruoffeneger. Nun hoffen Redeker und die anderen Vereinsmitglieder, dass am Leon-Jessel-Platz nicht mehr so viele Zigarettenstummel mehr auf dem Boden liegen, die sie teilweise selbst entsorgen. „Unsere Initiative organisiert vier Mal im Jahr größere Putzaktionen am Platz. Dabei finden wir vor allem Kippen, Kronkorken und Plastiklöffel“, erzählte Redeker.

Ein Problem sei, dass die Gäste der umliegenden Gastronomiebetriebe nicht die Aschenbecher nutzen und die Zigaretten auf den Boden werfen. Auch vor den Sitzbänken findet die Initiative immer wieder viele Zigarettenstummel. Darum klebte sie nun gemeinsam mit „wirBERLN“ Aufkleber auf den Boden vor die Bänke, die auf saubere Entsorgung aufmerksam machen.

Rauchern soll Umweltgedanke humorvoll nahegebracht werden

Der „Ballot Bin“ ist mit der Frage beschriftet: „Pfand auf Kippen – eine gute Idee?“ Raucher können ihre Stummel dann entweder in die Box mit der Antwort „Nein“ oder in diejenige mit der Antwort „Ja“ werfen. Diese Umfrage will die Initiative auswerten und die Kippen in der Box zählen, erklärte Redeker. Auf die Box sollen immer wieder neue Umfragen geklebt werden. „Das ist eine Methode, um Rauchern den Umweltgedanken humorvoll nahezubringen“, sagte Ingrid Lienke, eine weitere Vorsitzende des Vereins.