Neubau

Senat gibt grünes Licht für Bau des Globe Theaters

Der Senat hat den Weg für den Bau des Globe Theaters freigemacht. Er stimmte der Vorlage von Senator Andreas Geisel (SPD) zu.

Bisher mussten Leiter Christian Leonhard und das Ensemble des Globe Theaters unter freiem Himmel Shakespeare-Stücke aufführen.

Bisher mussten Leiter Christian Leonhard und das Ensemble des Globe Theaters unter freiem Himmel Shakespeare-Stücke aufführen.

Foto: Anikka Bauer / Vertragsfotografen (HA und BM)! Honorarfrei für FMG-Tageszeitungen!

Seit Jahren sucht das Globe Theater nach einem festen Standort, um nicht mehr unter freiem Himmel Shakespeare-Stücke aufführen zu müssen. Nun ist ein Meilenstein geschafft: Der Senat hat den Weg für den Bau des Globe Theaters in der Sömmeringstraße 15 freigemacht. Er stimmte am Dienstag der Vorlage von Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD) zu.

Demnach kann eine Fläche genutzt werden, die zur Sportanlage Sömmeringstraße gehört, die in der Nähe der Spree nordöstlich von Schloss Charlottenburg liegt. Das Grundstück wurde bereits seit längerer Zeit nicht mehr als Sportfläche genutzt und diente zuletzt als Lagerplatz für das Gartenbauamt Charlottenburg-Wilmersdorf, wie der Senat nach seiner Sitzung mitteilte.

Durch die Änderung der Zweckbestimmung gebe es nun eine sichere Rechtsgrundlage für den Betrieb des Globe Theaters. Beabsichtigt ist dem Senat zufolge, einen Erbbaurechtsvertrag zu schließen. Die benachbarte Sportanlage soll ohne Einschränkungen weiterbetrieben werden. Nun muss das Abgeordnetenhaus der Vorlage zustimmen.

Moderner Holzbau soll 600 Plätze für Zuschauer bieten

Bereits im Januar 2018 hatten der Leiter des Theaters, Christian Leonhard, gemeinsam mit Kulturstadträtin Heike Schmitt-Schmelz (SPD) Entwürfe für einen modernen Holzbau an diesem Standort präsentiert. Damals hieß es, das Theater soll auf drei Ebenen Platz für 600 Zuschauer bieten. Eine quadratische Bühne soll bis in die Mitte des kreisrunden Grundrisses reichen, zur Decke hin schließt der Innenraum kugelförmig.

Von jedem Platz aus soll die Entfernung zu den Künstlern auf der Bühne die gleiche sein. Das sorgte für eine „einzigartige Atmosphäre“, wie Theaterleiter Leonhard erklärte. „Bauweise und Betrieb nach Shakespeares Vorbild“, schwärmt er, „für diese Form der Bühne hat er seine Werke geschrieben.“