Panda-Nachwuchs

Endlich kann man die Panda-Babys im Berliner Zoo sehen

Fast fünf Monate sind die beiden Panda-Babys alt. Nun hat der Berliner Zoo mitgeteilt, ab wann Besucher sie sehen können.

Berliner Pandas auf Erkundungstour
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Berlin. Bei ihrem ersten Ausflug an die Berliner Luft vor knapp zwei Monaten wurden die Panda-Zwillinge noch in ihrem Bettchen ins Freie gefahren. Die Brüder schliefen mehr, als dass sie sich für die neue Umgebung interessierten, und verschwanden nach einer halben Stunde wieder im Backstage-Bereich. 100 Tage nach der Geburt konnten sie sich geradeso mit den Vorderpfoten aufstützen.

Jetzt ist es endlich soweit. Die fünf Monate alten Jungtiere sind so sicher auf ihren vier Pfoten, dass sie das Innengehege erkunden können. Ab dem 30. Januar können Zoo-Besucher täglich die beiden Bären beobachten.

Für den Zoo und die Berliner ist es ein besonderes Ereignis: Meng Yuan und Meng Xiang – so die Namen – sind die ersten Panda-Bären, die in einem deutschen Zoo geboren wurden. Am 31. August 2019 kamen die Zwillinge auf die Welt, nur wenige 100 Gramm schwer, nackt und rosa. Sie ähnelten eher Nacktmullen und waren noch weit davon entfernt, dass man bei ihrem Anblick in Verzücken gerät. Doch das änderte sich schnell: Erst kam ein leichter Flaum, dann zeigten sich die typischen schwarz-weißen Flecken.

Tiere kamen abwechselnd zu Panda-Mama Meng Meng

Die ersten Wochen verbrachten die beiden Babys ausschließlich mit Schlafen und Trinken. Da Pandabären in der Natur immer nur ein Jungtier aufziehen, weil für mehr Nachwuchs die Energie nicht reicht, kamen die Tiere immer abwechselnd zu Panda-Mama Meng Meng. Während der eine bei der Mutter trank oder mit ihr kuschelte, lag der andere in einem Wärmebettchen, das in Geburtskliniken für Frühchen genutzt wird und von der Charité zur Verfügung gestellt wurde. Heute wiegen die beiden Bären etwa neun Kilogramm.

Für die Aufzucht der Jungtiere stehen den Zoo-Mitarbeitern zwei Experten aus China zur Seite. Bereits bei ihrer Präsentation im Dezember wurden die Tiere vom chinesischen Botschafter als „Superstars“ bezeichnet. Jetzt können sich die Zoo-Besucher ihr eigenes Urteil bilden. Um Wartezeiten an den Kassen zu umgehen, empfiehlt der Zoo den Ticket-Kauf online (zoo-berlin.de/tickets) oder über die Ticket-Automaten der BVG.

Das Alfred-Brehm-Haus wird wieder eröffnet

Doch nicht nur im Zoo gibt es aufregende Premieren. Auch der Tierpark hat dieses Jahr große Pläne. Im Frühjahr wird das Alfred-Brehm-Haus wieder eröffnet. Die Raubtiere können sich künftig wie in den tropischen Regenwäldern Südostasiens fühlen. Für acht Millionen Euro wurde die Anlage erweitert und der Lebensraum von Tigern, Malaienbären und Baumkängurus naturnah nachgebildet.

Im Anschluss steht das nächste Großprojekt an: der Bau der neuen Afrika-Landschaft. Herzstück des Projekts ist das Dickhäuterhaus, das grundlegend umgebaut wird. Künftig sollen dort nur noch Afrikanische Elefanten leben. Die Fläche für die Tiere wird im Haus auf 3000 Quadratmeter erweitert und sich damit fast verzehnfachen. Angrenzend an die neue Elefanten-Anlage entsteht eine großzügige Savanne für Giraffen, Zebras und Antilopen.

Die Gestaltung der neuen Afrika-Landschaft kostet mehr als 40 Millionen Euro. Davon sind allein 35 Millionen Euro für den Umbau des Dickhäuterhauses vorgesehen. Die Arbeiten dauern etwa zwei Jahre. In der ersten Jahreshälfte verlassen alle Elefanten den Tierpark. Sie werden auf andere Zoos verteilt.

Um mögliche Wartezeiten an den Kassen zu umgehen, empfiehlt der Zoo allen Besuchern den Ticket-Kauf online (www.zoo-berlin.de/tickets) oder über die Ticket-Automaten der BVG.