Grünanlage

Streit um die Umgestaltung des Preußenparks

Der Preußenpark in Wilmersdorf soll umgestaltet werden. Doch der Umzug des Thai-Markts kann 2020 nicht stattfinden.

Der "Thaipark" im Preußenpark wird von Reiseführern empfohlen, bereitet dem Bezirk aber große Probleme.

Der "Thaipark" im Preußenpark wird von Reiseführern empfohlen, bereitet dem Bezirk aber große Probleme.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Wilmersdorf. Es wird wohl auch im diesem Sommer nichts werden mit der Umgestaltung des Preußenparks und einer neuen Lösung für die Thais, die an Sommerwochenenden für Fans ihrer Küche Snacks feilbieten. Die Umsetzung dieser Pläne respektive deren Verzögerung führte auf der jüngsten Bezirksverordnetenversammlung (BVV) nicht nur zu Unmut bei den Fraktionen, sondern auch zu einem Schlagabtausch innerhalb des Bezirksamtes, das sonst eher mit einer Stimme spricht.

Im Januar wollte der zuständige Stadtentwicklungsstadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne) zur einer öffentlichen Informationsveranstaltung einladen. Nun verschiebt sich die Präsentation erneut. „Wir sind am 28. Januar mit dem Konzept im Bezirksamt“, sagt der Stadtrat. Die Bürgerveranstaltung solle aber erst Ende Februar nach den Winterferien stattfinden.

Umgestaltung des Preußenparks wird wohl nicht 2020 durchgeführt

Dass die Umgestaltung 2020 durchgeführt werden könne, schließt Schruoffeneger indes aus. „Das hat sicher niemand ernsthaft geglaubt“, sagt er. Immerhin müsse die BVV dafür erst das Geld bewilligen, was noch ausstehe. Die Umgestaltung der gesamten Grünanlage könnte auch mit Hilfe von Siwana-Mittel finanziert werden, wenn das Bezirksamt diese Maßnahme priorisiere, so der Stadtrat. Um die Thaiwiese verlagern zu können, müsste zudem zuerst der Spielplatz verlegt werden. Das sei der erste Schritt.

Vor allem Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) ist unzufrieden mit dem Prozedere: „Es war ja schon für November verabredet, dass es eine öffentliche Informationsveranstaltung gibt. Das ist nicht passiert. Auch der Januar-Termin klappt nicht.“ Der Baustadtrat und sein Grünflächenamt hätten die Federführung für die Planung und Umsetzung der Umgestaltung des Parks und des Thaimarktes. „Das muss er einfach wuppen“, so Naumann. Beim Auswahlprozess eines Trägers für neuen Thaimarkt werde das Integrationsbüro Schruoffeneger aber unterstützen.