Chorwerk

Friedensmesse „The Armed Man“ in der Gedächtniskirche

Berühmtes Chorwerk des Walisers Sir Karl Jenkins wird als Zeichen des interreligiösen Dialogs in der Gedächtniskirche aufgeführt.

Das berühmte blaue Licht der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gibt der Aufführung der Friedensmesse eine ganz besondere Atmosphäre.

Das berühmte blaue Licht der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gibt der Aufführung der Friedensmesse eine ganz besondere Atmosphäre.

Foto: Carolin Brühl

Charlottenburg.  Die Friedensmesse „The Armed Man“ gehört zu den beeindruckendsten und meistaufgeführten Chorwerken der Gegenwart. Der Waliser Sir Karl Jenkins komponierte sie im Jahr 2000 zum Gedenken an die Opfer des Kosovokriegs. Am Sonnabend, 23. November, ist sie um 18 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche zu hören.

Gedächtniskirche kooperiert mit Dar-as-Salam-Moschee

In der rund 70 Minuten langen Messe werden Texte aus unterschiedlichen Religionen und Weltgegenden nebeneinander, teilweise auch gegeneinander gestellt. Sie münden in die Aussage „Frieden ist immer besser“. „The Armed man“ enthält auch den Gebetsruf, der täglich die Gebete in Moscheen eröffnet und ebenso als Muezzinruf erklingt. Bei früheren Aufführungen in Kirchen wurde er des Öfteren weggelassen, weil die wiederholte Wendung „Allahu akbar“ („Gott ist größer“) als nicht angemessen für eine christliche Kirche empfunden wurde. Der Gemeindekirchenrat der Gedächtniskirche hat sich indes dafür entschieden, auch die islamische Tradition zu berücksichtigen. Dafür wurde ein Sänger gewonnen, der in der Neuköllner Dar-as-Salam-Moschee regelmäßig diese Aufgabe wahrnimmt.

Chöre aus dem Saarland und Luxemburg

Mit dieser Moschee kooperiert die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche seit dem gemeinsamen interreligiösen Friedensgebet im März 2017, drei Monate nach dem Terroranschlag vom Breitscheidplatz. Mitglieder dieser Gemeinde werden auch am Konzert teilnehmen.„The Armed Man“ wird aufgeführt von den Chören der Universitäten des Saarlandes und Luxemburgs unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor Helmut Freitag. Die Sopranpartie gibt die US-amerikanische Sängerin Suzanne Dowaliby. Der britische Botschafter, Sir Sebastian Wood, hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen.

Information

Karten sind im Vorverkauf für 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) im Alten Turm der Gedächtniskirche (Freitag bis 18 Uhr, Sonnabend bis 17 Uhr) sowie an der Abendkasse erhältlich.