Sperrungen

Weihnachtsmarkt: Sperrungen am Breitscheidplatz

Wegen der Aufbauarbeiten des Weihnachtsmarkts am Breitscheidplatz kann es ab Montagnacht zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz fand im vergangenen Jahr unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz fand im vergangenen Jahr unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt.

Foto: Reto Klar

Berlin. Ab der Nacht zu Dienstag (12. November) kommt es rund um den Breitscheidplatz in Charlottenburg zu erheblichen Verkehrseinschränkungen. Im Zuge der Aufbauarbeiten des Weihnachtsmarkts sollen die Budapester- und Tauentzienstraße sowie der Kurfürstendamm in den Nachtstunden zum Teil voll gesperrt werden. Der Aufbau soll bis zum 24. November andauern. Das teilte die Polizei am Montag mit.

Der Weihnachtsmarkt selbst findet auch in diesem Jahr wieder unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen statt. So sollen zwischen dem 25. November 2019 und 5. Januar 2020 die Budapester Straße auf Höhe des Breitscheidplatzes in östlicher Richtung nur für Busse der BVG, Anrainer und Radfahrer benutzbar sein. Dasselbe gilt für die Tauentzienstraße/Kurfürstendamm in Fahrtrichtung Joachimsthaler Platz. Während des Abbaus, der bis einschließlich 19. Januar andauern soll, soll es in den Nachtstunden wieder zu Vollsperrungen kommen.

Breitscheidplatz soll dauerhaft umgebaut werden

Seit dem Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt am 19. Dezember 2016 gelten auf dem Breitscheidplatz insbesondere zur Adventszeit erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Die provisorischen Zäune sollen künftig unter anderem durch einen Berlin-Schriftzug ersetzt werden, der den Platz vor Terrorattacken schützen soll.

Die zwei Meter hohen Stahlbuchstaben auf einem etwa einen Meter hohen Sockel sollen dort aufgestellt werden, wo der Attentäter damals den Lastwagen von der Kantstraße aus in die Menschenmenge lenkte. An der Budapester- und Tauentzienstraße sind außerdem Poller geplant. Die Zufahrt über die Rankestraße auf den Breitscheidplatz will man schließen.

Umbau startet später als ursprünglich geplant

An den Seiten soll lediglich Platz für Feuerwehrüberfahrten gelassen werden. Außerdem wird der Mittelstreifen auf Budapester Straße und Tauentzienstraße auf einen halben Meter erhöht.

Letzteres sollte eigentlich bis zum Start des diesjährigen Weihnachtsmarktes bereits umgesetzt sein, hieß es im Juli bei der Vorstellung der Maßnahmen. Alles sei allerdings etwas komplizierter, als man es sich allgemeinhin vorstelle, sagte Martin Pallgen, Sprecher der Senatsinnenverwaltung, jetzt auf Nachfrage. So gebe es noch ungeklärter Detailfragen zwischen Land und Bezirk. „Wir sind gerade in den Planungen. Unser Ziel ist es, im nächsten Jahr nach dem Weihnachtsmarkt die Planungen soweit konkretisiert zu haben, dass wir in die Baugenehmigung gehen.“ Grundsätzlich halte man jedoch alle gemachten Zusagen ein.

Kritik der Anwohner an zunehmender Verwahrlosung

Zuletzt hatte es Kritik der Anrainer des Breitscheidplatzes gegeben. So beklagte Michael Frenzel, General Manager des Palace Hotels im Europacenter, den Stillstand und eine zunehmende Verwahrlosung des Platzes. Dem stimmte auch der Pfarrer der Gedächtniskirche, Martin Germer, bei. Der wandte sich bereits im Juli mit einem Brandbrief an Senat und Bezirk.