Groß-Plakat

Keine Chance in Charlottenburg: Dieter Bohlen muss weg

Der Entertainer Dieter Bohlen prangt derzeit an einem Großplakat in Charlottenburg. Warum er da nicht bleiben darf.

Kann schon erschrecken: Riesen-Plakat rund um ein eingerüstetes Haus an der Ecke Joachimsthaler und Lietzenburger Straße

Kann schon erschrecken: Riesen-Plakat rund um ein eingerüstetes Haus an der Ecke Joachimsthaler und Lietzenburger Straße

Foto: Carolin Brühl

Charlottenburg-Wilmersdorf. „Ich habe mich wirklich erschreckt. als ich da um die Ecke kam“, sagt ein Autofahrer der Berliner Morgenpost. Der Anblick ist auch tatsächlich nichts für sensible Gemüter: Haarscharf an der Grenze zwischen den Ortsteilen Charlottenburg und Wilmersdorf ist ein eingerüstetes Haus derzeit mit einem knalligen Großplakat verhüllt. Kein geringerer als Dieter Bohlen, der Halbgott aller unentdeckten Jungstars ist darauf zu sehen, wie er Werbung für ein Möbelhaus macht. Doch bleiben darf er da nicht.

Dieter Bohlen auf Plakat - Stadträtin lässt nicht mit sich reden

Wenn auch sonst kaum jemand dem Jurymitglied diverser Casting-Shows wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Das Supertalent“ zu widersprechen wagt, das Bezirksamt tut es. Zumindest, was den Auftritt Bohlens an dem Gebäude an der Ecke Joachimsthaler und Lietzenburger Straße angeht, lässt Stadträtin Heike Schmitt-Schmelz (SPD), die derzeit ihren urlaubenden Kollegen, Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne), vertritt, nicht mit sich reden. „Für einen solche Konstruktion ist eine Sondernutzungserlaubnis erforderlich, weil sich das Gerüst ja auf öffentlichem Straßenland befindet. Doch die liegt nicht vor“, sagt die Stadträtin. „Wir werden den Vorgang jetzt untersuchen.“