Stadtautobahn

Rudolf-Wissell-Brücke zwei Nächte lang gesperrt

Während der Ferien wird die Brücke untersucht. Bis 21. Oktober sorgt das für Behinderungen auf der Stadtautobahn in Richtung Norden.

Bauarbeiten sorgten bereits in den vergangenen Jahren immer wieder für Staus auf der Rudolf-Wissell-Brücke

Bauarbeiten sorgten bereits in den vergangenen Jahren immer wieder für Staus auf der Rudolf-Wissell-Brücke

Foto: Foto: Reto Klar

Berlin. Die Stadtautobahn A100 wird im Bereich der Rudolf-Wissell-Brücke in den Nächten zu Dienstag und Donnerstag teilweise gesperrt. Jeweils zwischen 22 und 5 Uhr können Autos die Autobahnbrücke nicht in Richtung Norden passieren. Vom 8. bis 20. Oktober stehen in dieser Fahrtrichtung zudem nur zwei statt drei Fahrspuren zur Verfügung.

Auch die Auffahrt vom Spandauer Damm Ost kann nicht genutzt werden. Grund für die Sperrungen sind Arbeiten zur Baugrunderkundung, teilte die Bundesbaugesellschaft Deges mit. Die Arbeiten würden gezielt in den Herbstferien gebündelt, um die Auswirkungen für die Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten, heißt es. Nach deren Ende soll es eine weitere Vollsperrung in der Nacht zum 21. Oktober geben, um die Baustelleneinrichtung abzuräumen.

Die marode Brücke soll ab 2023 schrittweise durch einen Neubau ersetzt werden. Die Bauzeit wurde bei der Vorstellung des Projekts im Mai 2018 mit mindestens fünf Jahren veranschlagt. Die Kosten betragen nach heutigen Kalkulationen rund 200 Millionen Euro, die vom Bund als Autobahn-Eigentümer übernommen werden.

Das Konzept des Stuttgarter Ingenieurbüros Leonhardt, Andrä und Partner für die Erneuerung der Rudolf-Wissell-Brücke sieht vor, zunächst östlich vom Bestandsbauwerk eine neue moderne Stahlkonstruktion zu errichten. Über das 17,5 Meter breite Bauwerk kann dann in der zweiten Bauphase der Autoverkehr umgeleitet werden. Gleichzeitig soll dann der Abbruch der alten Brücke und deren Ersatz durch einen Neubau erfolgen.

Anschließend stehen dann zwei neue Brücken zur Verfügung. „Die Auffächerung führt auch zu einer verbesserten Linienführung im Autobahndreieck Charlottenburg. Die Entzerrung der Zu- und Abfahrten ermöglicht eine Erhöhung der Verkehrssicherheit“, betonte Deges-Bereichsleiter Andreas Irngartinger damals.