Medizin

Gute Noten für die Gesundheit der Vorschulkinder

Der Kindergesundheitsbericht befasst sich mit der Auswertung der Einschulungsuntersuchungen in Charlottenburg-Wilmersdorf.

Über kaum eine andere Bevölkerungsgruppe gibt es ein so umfassendes Bild des Gesundheitszustands wie über Vorschulkinder, für die eine verpflichtende Untersuchung gilt.

Über kaum eine andere Bevölkerungsgruppe gibt es ein so umfassendes Bild des Gesundheitszustands wie über Vorschulkinder, für die eine verpflichtende Untersuchung gilt.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Charlottenburg-Wilmersdorf. In den vergangenen drei Einschulungsjahrgängen wurden mehr als 7000 Kinder vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Gesundheitsamtes des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf untersucht und ihr Entwicklungs- und Gesundheitszustand beurteilt. Der neue Kindergesundheitsbericht der Abteilung Soziales und Gesundheit hat nun die Auswertung vorgelegt. „Die aktuellen Ergebnisse der Einschulungsuntersuchungen bestätigen einen im Allgemeinen guten Gesundheitszustand der Vorschulkinder in Charlottenburg-Wilmersdorf“, sagt Sozial- und Gesundheitsstadtrat Detlef Wagner (CDU).

Impfquoten sind gesunken

Da die Teilnahme an Einschulungsuntersuchungen für alle Kinder in Deutschland vor dem Schulbeginn verpflichtend ist, lassen die Ergebnisse wichtige Einblicke in den Gesundheitszustand und Entwicklungsstand eines ganzen Jahrgangs zu. Die Ergebnisse weisen aber auch spezifische Bedarfe auf, so der Stadtrat. Dazu zählten die insgesamt gesunkenen Impfquoten und der gestiegene Anteil an Kindern mit Sprachdefiziten. Die Impfquoten sind dem Bericht zufolge in den vergangenen Jahren gesunken und liegen unterhalb des Schwellenwerts von 95 Prozent für einen ausreichenden Impfschutz der Bevölkerung. Die Ergebnisse zeigen auch, dass mit 96,1 Prozent der Kinder die große Mehrheit eine Kindertageseinrichtung besucht, welche sich positiv auf auf den Entwicklungsstand der Kinder auswirkt.

Jedes dritte Kind zeigt schulischen Förderbedarf

„Jedes dritte Kind zeigt aber schulischen Förderbedarf, wobei der Anteil der Kinder mit Förderbedarf in den Bereichen Sprache, Lernen und emotional-soziale Entwicklung zugenommen hat“, sagt Wagner. Die Ergebnisse verdeutlichten, dass die vielfältigen Unterstützungsleistungen und Angebote für Kinder und Familien im Bezirk weiterhin notwendig sind. Fortgeführt werden soll dem Behördenchef zufolge die Vernetzung und der Ausbau von Präventionsangeboten für Kinder und junge Familien. Die seien der erste Schritt zur Etablierung einer sogenannten Präventionskette.

Der gesamte Bericht kann online abgerufen werden

Der Bericht gibt einen differenzierten Überblick über die gesundheitliche und soziale Lage der Vorschulkinder in Charlottenburg-Wilmersdorf. Er stellt die Ergebnisse im Berlinvergleich dar und betrachtet sie zudem auf kleinräumiger Ebene, um sozialräumliche Schwerpunkte für Prävention und Gesundheitsförderung abzuleiten. Der gesamte Kindergesundheitsbericht, wie auch die anderen bisher erschienenen Berichte der Gesundheits- und Sozialberichterstattung des Bezirksamtes, können online abgerufen werden.