Ausstellungs-Tipp

Wandelhalle: Das Leben des Jacques Austerlitz

In einer Ausstellung in der Kommunalen Galerie folgt die Fotografin Karin Stuke den Spuren eines Architektur-Historikers in einem Roman.

Wilsonovo nádraží, Prag, aus der Serie „Wandelhalle – Auf den Spuren von Sebalds Austerlitz“, 2013

Wilsonovo nádraží, Prag, aus der Serie „Wandelhalle – Auf den Spuren von Sebalds Austerlitz“, 2013

Foto: Karin Stuke

Charlottenburg-Wilmersdorf. Karen Stuke nimmt in ihrer bereits in London gezeigten Arbeit „Wandelhalle“ Bezug auf den Roman „Austerlitz“ von W.G. Sebald. Eine der eindringlichsten Betrachtungen der Literatur über Zeit, Verlust und Wiederfindung erzählt die Geschichte von Jacques Austerlitz. Der Architekturhistoriker, der im Alter von fünf Jahren mit einem Kindertransport nach England geschickt wurde, kam bei Pflegeeltern in Wales unter. Während er seine Vergangenheit wiederentdeckt, begibt sich Austerlitz auf eine Reise durch Zeit und Raum, von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis zum heutigen England.

Bilder wie verschwommene Erinnerungen

Karen Stuke folgte dieser Reise mit ihrer Camera Obscura. Sie erzählt die Austerlitz-Geschichte auf ihre Weise: Flüchtige Bilder, die durch Lichtspuren erzeugt werden, rufen verschwommene, bewegte und vielschichtige Erinnerungen voll atmosphärischer Dichte auf. Die Ausstellung ist eine immersive Installation von großformatigen Bildern, Licht und Sound, die speziell für die Kommunalen Galerie konzipiert wurde.

Information

Ausstellung bis 27. Oktober in der Kommunalen Galerie, Hohenzollerndamm 176. Eintritt frei.