Eilverfahren

Kein Weihnachtszirkus mehr vor dem Olympiastadion

Das Oberverwaltungsgericht hat bestätigt: Der Weihnachtszirkus darf nicht mehr auf dem Parkplatz vor dem Olympiastadion stattfinden.

Nilpferd Jedi wird in der Weihnachtszeit nicht mehr vor dem Olympiastadion auftreten.

Nilpferd Jedi wird in der Weihnachtszeit nicht mehr vor dem Olympiastadion auftreten.

Foto: dpa Picture-Alliance / Reinhard Klawitter / picture alliance / dpa

Berlin. Der traditionelle Weihnachtszirkus am Berliner Olympiastadion darf dort nach 25 Jahren sein Zelt nicht mehr aufschlagen. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg bestätigte in einem Eilbeschluss eine Entscheidung der Vorinstanz, wonach der Platz vor dem Stadion nur noch zum Parken genutzt werden darf. Das teilte das Gericht am Dienstag mit.

Seit 25 Jahren fand in der Weihnachtszeit ein Zirkus auf dem Parkplatz statt. Anfang 2019 hatte das Land Berlin als Eigentümer der Fläche vertraglich festgelegt, dass der Platz nur noch parkenden Autos zur Verfügung stehen darf. Vorher waren auch andere Nutzungen möglich, bedurften aber der Zustimmung. Die Senatsverwaltung lehnte es daher nun ab, die Fläche für den Zirkus bereitzustellen. Dagegen ging der Zirkus erfolglos vor.

Weihnachtszirkus nicht grundsätzlich verboten

Der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts ist den Angaben zufolge unanfechtbar. Das Gericht betonte allerdings, dass der Zirkus nicht grundsätzlich verboten werde, sondern bloß auf dem Parkplatz vor dem Olympiastadion.

Schon 2018 wollte das Land Berlin den Zirkus auf dem Parkplatz verhindern. Damals hatte das Land mit dem Tierschutz argumentiert. In dem Jahr hatte das Verwaltungsgericht jedoch zunächst gegen das Land entschieden. Das Gericht hatte sich dabei auf die langjährige Praxis berufen, die Fläche zur Verfügung zu stellen.