Jubiläum

Eine Designer-Tasche zum Geburtstag

Das Bikini Berlin ist vor fünf Jahren in dem denkmalgeschützten Haus an der Budapester Straße eröffnet worden

Eine Designer-Tasche für guten Kunden: Bikini-Chefin Antje Leinemann hat sich für den fünften Geburtstag ihres Hauses etwas einfallen lassen.

Eine Designer-Tasche für guten Kunden: Bikini-Chefin Antje Leinemann hat sich für den fünften Geburtstag ihres Hauses etwas einfallen lassen.

Foto: Carolin Brühl

Man muss es schon wissen, aber das Muster der Tasche, die der Berliner Designer William Fan eigens zum 5. Geburtstag des Bikini Berlin geschaffen hat, hat viel mit dem denkmalgeschützten Bauwerk an der Budapester Straße zu tun. Die klaren grafischen Strukturen und die Farben Koralle und Grün sollen an das Haus erinnern, in dem sich vor fünf Jahren die berlinweit einzigartige Concept Shopping Mall neu erfunden hat und seither immer wieder neu erfindet. Fan, der von sich selbst sagt, dass er nicht nur Mode kreiieren, sondern sich ein eigenes kleines Universum schaffen möchte, hat sich mit der Jubiläums-Shopping-Bag immerhin nun auch die Welt der Taschen einverleibt.

Der Film zur Tasche

Kaufen kann man die geräumige Tasche, die schon im Rahmen der Fashion Week vorgestellt worden ist, nicht. Zuschicken ist auch nicht drin, sagt Bikini-Chefin Antje Leinemann, die solche Begehrlichkeiten schon ablehnen musste. Lediglich mittels Erkaufen können Fans Fans Designer-Stücks in ihren Besitz bringen, wenn sie während der Geburtstagswochen bis zum 10. September und so lange der Vorrat reicht, ausreichend Stempel beim Einkaufen in den Geschäften des Hauses sammeln.

„Wir sind eher dezent unterwegs und Handel ist Wandel“

Einkaufscenter gibt es viele in Berlin. Das Bikini-Haus hat es nach seinem Umbau vor fünf Jahren aber geschafft mehr als nur eine weitere Einkaufspassage mit immer gleichem Filial-Angebot und immer gleicher Musikberieselung zu sein. „Wir sind eher dezent unterwegs und Handel ist Wandel“, bringt Antje Leinemann ihr Konzept in einen schlichten Satz, hinter dem viel Überlegung steckt. Nichts sei so gut, dass es nicht noch besser gemacht werden könnte. Sie und ihr Team wollten dem Mainstream, sondern mit „Fashion, Food und Design“ immer wieder neue Akzente setzen.

Die Pop-up-Stores in ihren Holzkäfigen in der Halle des Erdgeschosses haben sich bewährt, sagt die Bikini-Chefin. Einige der Mieter auf Zeit seien als Mieter für längere Zeit in einem anderen Läden geblieben. Auch eine andere Entwicklung hat Leinemann ausgemacht. „Wir bekommen immer wieder Anfragen von Händlern, die bisher nur online präsent waren, nun aber doch auch einen Laden haben wollen, um ihren Kunden auch ein haptisches Erlebnis zu bieten.“ Das mache Mut, dass stationärer Einzelhandel und Online-Handels gut nebeneinander funktionieren können, sagt sie.

Haptik und Emotionen spielen eine Rolle

Überhaupt spielen Haptik, also die Möglichkeit, ein Produkt zu fühlen und anfassen, aber auch zu riechen und vor sich sehen zu können, eine große Rolle für Leinemann. „Wir wollen nicht nur Waren verkaufen, obwohl das natürlich das ist, wofür wir unterwegs sind, wir wollen aber auch Emotionen und Erlebnisse vermitteln, die die Menschen gern hier ins Haus kommen und sich aufhalten lassen.“

Die großen Fenster zum Zoo mit ihren Sitzmöglichkeiten sind inzwischen beliebte Treffpunkte geworden, auch das „Kantini im Bikini“, der Food Market im ersten Stock hat eine Lücke im gastronomischen Angebot der City West gefüllt, die Geschenkpapier-Aktion in der Adventszeit schon fast Tradition. Keine Argumente für Antje Leinemann sich zurückzulehnen und auszuruhen. Ihr nächstes Projekt nach den Geburtstagsfeierlichkeiten ist wieder eine Kunstausstellung. „Wir müssen immer in Bewegung bleiben“, sagt sie.