Umzug nach Holland

Panzernashörner Jhansi und Narayani haben Zoo verlassen

Weil der Berliner Zoo neue Anlagen für Nashörner bekommt, müssen die die beiden Dickhäuter in die Niederlande umziehen.

Panzernashorn Narayani

Panzernashorn Narayani

Foto: Zoo Berlin / Zoo berlin

Berlin.  Jhansi (29) und Narayani (31) sind keine Berlinerinnen mehr. Die beiden Panzernashörner haben ihr Zuhause im Zoo am Montagnachmittag verlassen und sind in den Dierenerijk-Zoo in der Nähe der niederländischen Stadt Eindhoven gezogen.

In ihr neues Zuhause gelangten die Dickhäuter mit einem für den Tiertransport umgebauten Laster.

Vorab wurden Jhansi und Naryani vier Wochen lang an die geräumigen Transportkisten gewöhnt. Zweimal täglich wurden sie im Vorfeld mit Äpfeln, Heu und Gräsern in die Boxen gelockt und genossen die Leckereien anschließend in den offenen Kisten. Dank dieses Trainings und des Zuspruchs der Tierpfleger verlief der Transport nach Angaben des Zoos ohne Probleme. In Dierenerijk haben die beiden Panzernashörner eine neugebaute Anlage bezogen.

Neue Nashorn-Anlage wird 2020 gebaut

„Natürlich werden uns die Nashorn-Damen fehlen, doch wir freuen uns mit dem Zoo Dierenerijk ein schönes neues Zuhause für die beiden gefunden zu haben“, sagte der Zoologische Leiter Ragnar Kühne. „Zudem fiebern wir dem Bau der Nashorn-Pagode entgegen.“

Auf rund 14.000 m² entstehen im Zoo Berlin ab dem kommenden Jahr neue, großzügige Anlagen für Panzernashörner, Pustelschweine und Tapire. Dafür muss unter anderem das bisherige – sichtlich in die Jahre gekommene – Nashornhaus in unmittelbarer Nähe zum Zoo-Eingang Löwentor abgerissen werden. Das Zentrum des Neubaus wird eine 25 Meter hohe indische Pagode bilden, die sich dem Artenschutz widmet.

Panzernashörner leben in Nordost-Indien und in Teilen Nepals. Aufgrund der enormen Lebensraumzerstörung sowie der illegalen Wilderei, werden sie von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als stark gefährdete Tierart eingestuft.

Nach dem Umzug von Jhansi und Naryani leben vorerst keine Panzernashörner mehr im Zoo Berlin. Die Spitzmaulnashörner Kilanguni, Maburi sowie Nachwuchs Maisha sind aber weiterhin für die Besucher zu sehen.