Thai-Markt

Keine Kontrollen am Pfingstwochenende im Preußenpark

Im Preußenpark herrschte trotz der Kontroverse um den Thai-Markt am Pfingstwochenende reger Betrieb.

Verkäuferinnen bieten auf dem Thai-Markt im Preußenpark ihre Spezialitäten an (Archiv).

Verkäuferinnen bieten auf dem Thai-Markt im Preußenpark ihre Spezialitäten an (Archiv).

Foto: Caroline Bock / dpa

Berlin. Dumplings, Frühlingsrollen und Mojitos – dafür keine Polizei: Am Pfingstwochenende herrschte auf der Thai-Wiese im Preußenpark wieder der gewohnte Trubel, Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt wie in der Vorwoche gab es jedoch nicht.

In letzter Zeit war um den Markt in Wilmersdorf eine Kontroverse entbrannt. Anwohner protestierten gegen eine Übernutzung des Parks und Restaurants in der Nähe forderten Gleichbehandlung, da die Verkäufer auf der Wiese keine Gewerbescheine haben.

Von der Diskussion merkte man am Pfingstmontag im Preußenpark nicht viel. Der Park war gut besucht, die Stände weiterhin aufgebaut. Dies bestätigte auch einer der Verkäufer, der seit Anfang April taiwanischen Bubble Tea anbietet. Doch auch er sieht die Probleme, die der Verkauf auf der Grünfläche mit sich bringt. „Natürlich ist es nicht gut, dass der Rasen beschädigt wurde“, sagt er. Manche Verkäufer räumten auch nach Feierabend ihre Sachen nicht weg.

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Besucher wollen, dass der Thai-Markt bleibt

Bei den Besuchern des Preußenparks stieß die Debatte um die Thaiwiese dagegen auf Unverständnis. „Das ist der einzige Platz in Berlin, wo Multikulti wirklich funktioniert“, sagte Alanja Thiesies. Die 39-Jährige kommt mit Freund Torsten Franke und den beiden Kindern Emily und Finn fast jedes Wochenende in den Park. „Mir tut es auch um die Wiese leid“, sagt Franke, „aber es ist ein Teil Berlins und es wäre schade, wenn das zerstört werden würde“.

Die Touristen Myriel F. (29) aus Frankfurt am Main und Isabelle E. (28) aus Hamburg schätzten ebenfalls den kulturellen Aspekt am Thai-Park. „Ich mag die Gemeinschaft und die Stimmung“, sagte F. Ähnlich sah es Falk Heuser. Er kommt seit 1994 regelmäßig in den Park. „Bisher war das immer für mich eine Stelle der Ruhe und des Multikulti“, sagt der 76-Jährige. Doch, dass der Thai-Markt ein Problem mit der Umwelt verursacht, sieht er ein. „Da muss man etwas tun.“