Wohnungsbau

Bezirk setzt Planung für Cornelsenwiese fort

Bezirksamt hält an dem Neubauvorhaben von Becker & Kries fest und treibt die Planung weiter voran.

Soll zum Teil mit neuen Wohnungen bebaut werden: die Cornelsenwiese zwischen Wiesbadener und Dillenburger Straße in Wilmersdorf

Soll zum Teil mit neuen Wohnungen bebaut werden: die Cornelsenwiese zwischen Wiesbadener und Dillenburger Straße in Wilmersdorf

Foto: Carolin Brühl

Wilmersdorf.  Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Planungen für das Bauvorhaben auf der sogenannten Cornelsenwiese fortzusetzen. „Trotz der Patt-Abstimmung zur Ausschussempfehlung hält das Bezirksamt an der Zielsetzung der Verwirklichung des dringend benötigten bezahlbaren Wohnraums fest. Entscheidend ist letztlich die finale Abstimmung in der BVV über den Bebauungsplan, der voraussichtlich im Herbst erfolgen wird“, sagte Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) für das Stadträte-Gremium.

Patt-Abstimmung in der BVV

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hatte dem Projekt vor einer Woche mit knapper Mehrheit eine Absage erteilt. Bei 15 Enthaltungen der CDU und zweier Linker stimmten 18 Verordnete der SPD und der FDP für die Bebauung. Genauso viele Verordnete der Grünen, Linken und AfD votierten dagegen.

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) hatte zuvor für eine Zustimmung zum Bauvorhaben des Immobilienunternehmens Becker & Kries geworben, in dessen Eigentum sich die Grundstücke befinden. Die dort entstehenden Wohnungen, so der Rathauschef, würden dringend benötigt, um Ersatzwohnraum zu schaffen, wenn in den nächsten Jahren die städtische Wohnungsbaugesellschaft Degewo in Abschnitten die Wohnungen in der Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße sanieren müsste. „Die Menschen sollen in dieser Zeit wohnortnah Ausweichmöglichkeiten angeboten werden“, so Naumann. Ins Bezirksamt eingebracht hatte den neuerlichen Antrag Baustadtrat Oliver Schruoffeneger (Grüne).

Um das Grundstück gibt es seit Jahren Streit. Eine Anwohnerinitiative fordert den Erhalt der Wiese und beruft sich dabei auf das erfolgreiche Bürgerbegehren für Grünerhalt im Bezirk. Das Bezirksamt sieht in dem Privatgrundstück indes keine als öffentliche Grünanlage ausgewiesene Fläche.