Spende

Was Mayonnaise mit dem Leon-Jessel-Platz zu tun hat

Für die Initiative Leon-Jessel-Platz gab es am Sonnabend eine Überraschung: 1100 Euro aus einer ungewöhnlichen Quelle.

Ein lebendiger Kiez mit einer engagierten Nachbarschaft: Leon-Jessel-Platz mit dem Pilz-Brunnen.

Ein lebendiger Kiez mit einer engagierten Nachbarschaft: Leon-Jessel-Platz mit dem Pilz-Brunnen.

Foto: Carolin Brühl

Wilmersdorf.  Einmal im Jahr feiert die Nachbarschaft rund um den ruhigen Leon-Jessel-Platz ein Fest. Dieses Jahr stand es ganz im Zeichen von Europa und den Vorzügen des europäischen Gedankens. Doch Geld gab es für die rührigen Wilmersdorfer in diesem Jahr nicht aus einem EU-Topf, sondern aus Japan. Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) konnte der Initiative „Miteinander im Kiez“ für ihr ehrenamtliches Engagement nämlich 1100 Euro übergeben. Sie stammen vom japanischen Mayonnaise-Hersteller Kewpie, der für seine Produktwerbung ausgerechnet eine Melodie des Berliner Operetten-Komponisten Leo Jessel (1871-1942) nutzt. Da Charlottenburg-Wilmersdorf Rechte-Inhaber seiner Hinterlassenschaft ist, ging das Geld an die Bezirkskasse und soll nun aber den Menschen zugute kommen, die sich um den Kiez kümmern, der den Namen des Komponisten trägt.